Backen auf dem Grill

Ein warmer Sonnenabend, die Grillkohle glüht und das Fleisch liegt fertig mariniert auf dem Grillrost. Grillen bedeutet für viele in erster Linie, Würstchen und Steaks auf das Rost zu schmeißen und dazu ein kaltes Getränk zu genießen. Der Grill kann aber deutlich mehr, seine Funktionsbreite wird häufig gar nicht ausgereizt. Eine Zubereitungsvariante, die man im ersten Moment überhaupt nicht mit dem Grillen verbindet, ist das Backen.

Ja, Ja, Ihr habt richtig gelesen: Backen auf dem Grill! Hier geht es nicht nur um das Brot, das man zum Backen auf das Grillrost legt, auch Pizza und Kuchen lassen sich (die richtige Vorbereitung vorausgesetzt) hervorragend auf dem Grill backen. Wie funktioniert‘s? Möglich macht es das sogenannte „indirekte Grillen“. Dabei wird das Grillgut nicht nur von unten beheizt, sondern in einer Art Zirkulation auch von den Seiten. Das Prinzip gleicht dem Umluftherd in der Küche. Dafür wird die Glut nach dem Anheizen zu den Seiten geschoben, beim Gasgrill wird der mittlere Brenner runter gefahren. Die heiße Luft steigt nun an den Seiten auf und beginnt zu zirkulieren.

Welchen Grill braucht man zum Backen?

Nicht jeder Grill eignet sich zum Backen, aber viele moderne Modelle können hierbei zum Einsatz kommen.
Einzige Voraussetzung: Der Grill muss mit einem Deckel ausgestattet sein, damit das Backen wie in eurem Umluftherd in der Küche möglich ist. Aber Achtung: Die Hitzeentwicklung in Ofen und Grill lässt sich nicht vergleichen. Es kann also zu veränderten Backzeiten kommen.

Beim Grillen mit Holzkohle leistet ein Kugelgrill mit Deckel beste Dienste. Bei vielen Modellen sind bereits passende Roste, um die glühende Kohle auch seitlich des Grillguts anzuordnen, im Lieferumfang enthalten.

Gasgrills sind in fast allen Fällen mit einem Deckel ausgestattet und eignen sich daher ebenfalls zum Grillen nach dem Umluft-Prinzip. Der Gasgrill hat den Vorteil, dass er sehr schnell einsatzbereit ist.

Back-Ideen für den Grill

Wenn Ihr das Backen auf dem Grill mit einfachen Gerichten wie z.B. Baguettebrot ausprobiert habt, könnt ihr den Schwierigkeitsgrad steigern. Experimentiert mit verschiedenen Speisen und lasst euch von den neuartigen Geschmackserlebnissen überraschen. Hervorragend eignen sich z.B. Christstollen, Baumkuchen, Eis-Parfait im Strudelteig, etc. Für das Backen einer extra knusprigen Pizza empfehlen wir die Verwendung eines Schamottsteins, den Ihr auf den Grill legen könnt.

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Brot auf dem Grill selber backen

Brot ist wohl eins der unkompliziertesten Gebäcke zum Backen auf dem Grill.
Wenn ihr Brot auf dem Grill backt, hat das den praktischen Nebeneffekt, dass Ihr Euch gleich die passende Beilage zu Fleisch und anderem Grillgut selbst zubereitet.
Dabei müsst Ihr natürlich darauf achten, dass Ihr mit dem Brotbacken rechtzeitig anfangt, damit das Brot noch ein wenig abkühlen kann. Denkt unbedingt daran, dass der Teig auch seine Zeit für die Zubereitung benötigt. Ganz spontan lässt sich Brot auf dem Grill also eher nicht backen. Wenn Ihr häufiger grillt, könnt Ihr den Hefeteig oder Sauerteig vorbereiten und in passenden Portionen einfrieren.

Wenn es doch einmal schnell gehen soll, bieten sich die Partybrötchen aus einem schnellen Quark-Öl-Teig an, denen Schinken, Käse und Röstzwiebeln viel Geschmack verleihen.
Bei einigen Rezepten heißt es: einfach Ausprobieren! In unserer Rezeptebox findet Ihr viele Anregungen für leckere Brotrezepte.


Pizza vom Grill

Wenn Ihr Pizza auf dem Holzkohlegrill backt, kommt echtes Steinofen-Feeling auf. Nahezu perfekt und extra knusprig wird das Ergebnis, wenn Ihr einen Schamottstein verwendet, den Ihr auf den Grill legen könnt.
Ein Gasgrill mit Thermostat hat beim Pizzabacken den Vorteil, dass Ihr die Temperatur besser regulieren könnt. 220 °C sind hierbei optimal.
Auf jeden Fall müsst Ihr Eure Pizza im Auge behalten. Der Teig sollte aufgegangen und der Käse geschmolzen sein.
Pizzaaufsätze und Pizzaheber sind eine sinnvolle Anschaffung, wenn Ihr öfter auf dem Grill Pizza backt.

Den Quark-Öl-Teig oder Hefeteig könnt Ihr schon vorbereiten und in Portionen einfrieren. Pro Pizza sollte der Teigling etwa 300 g wiegen. Beim Belegen der Pizza für den Grill sind Eurer Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Tomatensauce bildet die Grundlage. Dazu kommen Käse und je nach Geschmack Gemüsesorten wie Paprika, Zwiebeln, Brokkoli, Rucola, Oliven und Cherrytomaten, außerdem Salami, Schinken, Thunfisch oder Pilze.


Aufstriche und Dips

Dips sind die perfekte, vielseitige Beilage zum Grillen. Sie verleihen Brot und Fleisch einen ganz besonderen Geschmack.
Ein selbst hergestellter würziger Aufstrich bringt Pfiff auf das Brot. Ein veganer Tomaten-Aufstrich geht immer und schmeckt auf warmem und kaltem Brot. Auch ein Mozzarella-Tomaten-Aufstrich sorgt für mediterranes Feeling neben dem Grill.
Das Rundum-Paket bekommt Ihr, wenn Ihr unsere Knusperbaguettes mit Dip-Duo einfach mal auf dem Grill ausprobiert.


Welche Backrezepte für den Grill habt Ihr schon mal getestet? Meldet Euch an und postet sie in unsere Rezeptebox.

 

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