Backen mit Haferflocken

Hafer ist ein unterschätztes Powerkorn. Oftmals fristet es ein trauriges Dasein im Frühstücksmüsli. Dabei steckt in den weichen Flocken allerhand Knusperenergie. Wir stellen Euch die besten Backvarianten vor.

Das Image von Haferflocken ist ziemlich angekratzt. Sie erinnern an langweiliges Müsli oder schlabbrigen Porridge, den man im Schüleraustausch in England zum Frühstück vorgesetzt bekam. Eigentlich hat Hafer das nicht verdient, denn in puncto Gesundheit schlägt er alle anderen Getreidearten: Mehr Eiweiß und mehr Mineralstoffe hat kein anderes Korn zu bieten! Dazu kommen wichtige Vitamine. Im Hafer stecken überdurchschnittlich viele E- und B-Vitamine. Auch Calcium, Zink und Eisen sind reichlich enthalten.

Abgesehen davon ist Hafer eine flexible Küchenzutat. Ursprünglich sind die Flocken schön weich, geröstet sogar richtig knusprig. Der nussige Eigengeschmack passt fast zu allem. Bekömmlich ist das Korn obendrein. Ihr seht: Es gibt viele Gründe sich die Haferflocken noch einmal genauer anzusehen.

Hafer: Vielseitiger als sein Ruf

Beim Backen ist das aus Hafer gewonnene Mehl nicht ganz so einfach einzusetzen. Denn ihm fehlt das Klebereiweiß, das dafür sorgt, dass Backwaren aufgehen und nicht auseinanderfallen. Wer aus gesundheitlichen Gründen auf Gluten verzichten möchte, kann Hafermehl als Alternative verwenden und zusätzlich Verdickungsmittel als Kleber-Ersatz verwenden. In Form von Flocken kann man Hafer auch einfach als Backzutat verwenden.

In der Rezeptebox haben wir schon viele tolle Rezepte mit Haferflocken aus unserer Community gesammelt: Die Bananen-Hafer-Waffeln beispielsweise oder den Marzipan-Marshmallow-Kuchen.

Einfache Haferkekse

Wer sich zum ersten Mal an die Flocken herantraut, für den sind diese blitzschnellen Haferkekse ideal: 100 g Butter mit vier Esslöffeln Zucker schaumig schlagen. Anschließend 60 g Haferflocken mit 80 g Mehl und einem halben Teelöffel Backpulver mischen. Wer mag, gibt noch Walnüsse oder Rosinen (50 bis 60 g) hinzu. Oder ihr experimentiert mit Gewürzen wie Zimt, Anis oder Kardamom. Die Haferflocken-Mischung dann unter die Buttermasse heben. Stecht mit einem Teelöffel den Teig portionsweise ab und setzt die Teigkleckse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Die Haferkekse werden bei 180 ° C etwa eine Viertelstunde ausgebacken. Für Naschkatzen gebt ihr noch eine Schokoglasur darüber.

Haferbrot für Hastige

Fast genauso schnell backt ihr Brot aus Haferflocken: Vermischt dafür 80 g Haferflocken mit 250 g Mehl, einem halben Päckchen Backpulver und einer Prise Salz. Gebt dann 250 ml Buttermilch und für die Süße einen Teelöffel Honig hinein. Den Teig mit dem Knethaken oder per Hand einige Minuten kräftig durchkneten. Auch hier könnt ihr ruhig etwas kreativ werden: Oliven, sonnengetrocknete Tomaten, Kräuter oder Trockenfrüchte geben dem Teig jeweils eine eigene Note. Nach 20 Minuten bei 200 ° C ist das Haferbrot schon fertig.
 

Zusatztipp: Falls euch in der Zutatenliste einmal Mandeln fehlen, versucht es einfach mit Haferflocken. In der Pfanne kurz angeröstet intensiviert sich der nussige Geschmack der Flocken. Den Unterschied zu gerösteten Mandeln bemerkt man kaum.

 

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