Backen mit Marmelade

Marmelade ist nicht nur unschlagbar auf einem knackigen Brötchen, sondern auch als süße Backzutat richtig lecker. Am besten schmeckt sie natürlich hausgemacht. Warum auch nicht? Schließlich sind Büsche und Bäume im Sommer voll mit allen möglichen Obstsorten. Einmal eingemacht haben Sie dann auch im Winter noch eine kleine Erinnerung an sonnige Sommertage.

Eine kleine Warnung vorweg: Wer eine klassische Konfitüre machen möchte, sollte ein wenig Zeit und Muße mitbringen. Ganz so schnell geht es leider nicht. Allerdings können Sie durch die Auswahl der Früchte schon ein wenig Zeit einsparen. Beeren beispielsweise müssen lediglich gewaschen werden. Aufwendiger wird es, wenn Sie Aprikosen oder Kirschen verwenden. Diese müssen Sie nämlich erst einmal entkernen und die Aprikosen auch vierteln. Je nachdem, wie viel Konfitüre Sie herstellen möchten, kann das ein Weilchen dauern.

Süße Saubermänner erwünscht

Ganz wichtig ist beim Einkochen die Hygiene. Nur wenn die Früchte keine faulen Stellen haben und die Gläser vorher ausgekocht wurden, hält sich die Marmelade auch über Monate im Glas frisch. Wenn alles so weit vorbereitet ist, bringt man gezuckertes Wasser in einem möglichst großen Topf zum Kochen und lässt es etwas vor sich hin sprudeln. Dann dürfen die Früchte hinzu. Abhängig vom Rezept können Sie als grobe Richtlinie ein Verhältnis von etwa einem Drittel Zucker und zwei Drittel Früchten zugrunde legen.

Marmelade im Gebäck

Die selbst gemachte Marmelade können Sie dann sehr vielseitig verwenden. Auf Brötchen und Croissants kommt sie natürlich besonders gut zur Geltung. Genauso gut macht sich Marmelade als süße Überraschung in Krapfen. Die Krapfen werden nach dem Backen wie Berliner Ballen mit Marmelade gefüllt. Dafür benutzt man eine Spritztüte mit einer sehr langen, dünnen Tülle oder eine Garnierspritze. Auch wenn sich bei Ihnen spontan Besuch ankündigt, können Sie sich freuen, ein Glas Marmelade im Schrank zu haben. Mit ein paar weiteren Basiszutaten ziehen Sie nämlich in einer halben Stunde schon ein Blech Marmeladenkuchen aus dem Ofen. Je nachdem, was Ihnen lieber ist, stellen Sie fix einen Rühr- oder Mürbeteig her. Legen Sie den Teig auf Backpapier aus und bestreichen Sie ihn großzügig mit Marmelade. Aus Mehl, Butter und Zucker können Sie dann noch Streusel herstellen, die über die Marmelade gegeben werden. Den Kuchen eine knappe halbe Stunde ausbacken und frisch servieren.

Sollte von Ihrer Marmelade tatsächlich bis im Winter noch etwas übrig sein, dann wird ihr spätestens die Weihnachtszeit den Gar aus machen. Schließlich sind Marmeladenplätzchen ein echter Adventsklassiker.

Zusatztipp: Anfänger verwenden für das Einkochen am besten Gelierzucker. Das ist eine Mischung aus handelsüblichem Zucker und Geliermittel. Das darin enthaltene Pektin sorgt dafür, dass die Konfitüre besser bindet. Dadurch wird auch das Einkochen deutlich verkürzt.

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