Eiswaffeln: So knackt der Sommer

Um Eis selber zu machen, muss man kein italienischer Gelato-Meister sein. Eismaschinen in allen Formen und Farben stehen uns dabei zur Seite. Den selbstgemachten Kreationen aus der Maschine kann man geschickt noch etwas Tradition einhauchen: Mit einer Eiswaffel aus Eigenproduktion.

Vielleicht liegt es daran, dass die Eiswaffel so schön gerollt ist, jedenfalls ranken sich ziemlich viele Geschichten um ihre Erfindung. Fest steht jedoch, dass ein italienischer Auswanderer mit dem klangvollen Namen Italo Marchiony im Winter 1904 ein Patent für eine Waffelform anmeldete, mit der sich gerollte Waffeln als Träger für Eiscreme produzieren ließen. Spätestens seit diesem Dezembermorgen hat man in der Eisdiele stets die Wahl: Im Becher oder im Hörnchen?

Eiswaffeln – Der Teig

Der Teig für Eiswaffeln ist schnell gemacht: Verrühren Sie etwa 100 g zerlassene Butter mit einem Ei und Zucker nach Geschmack (etwa 100 g). Dann geben Sie langsam 1/8 Liter Wasser hinzu. Nach und nach wird nun das Mehl (180-200 g) untergerührt. Wer möchte, kann den Teig noch mit Vanillezucker, Rumaroma oder Bittermandelöl verfeinern. Auch Gewürze wie Zimt oder Anis geben der Eiswaffel eine besondere Note. Fruchtig wird es mit geriebener Zitronenschale; dunkle Eishörnchen bekommt man durch Kakaopulver. Anschließend braucht es allerdings etwas Zeit: Der Teig sollte über Nacht ruhen. Wenn es schneller gehen muss, reichen auch einige Stunden (mindestens zwei bis drei Stunden).

Frisch gerollte Eishörnchen

Nun muss der Teig ausgebacken werden. Das Waffeleisen sollte dafür bereits gut heiß sein. Geben Sie dann etwa zwei bis drei Esslöffel Teig in das Eisen. Verwenden Sie nicht zu viel Teig, da die Waffel ansonsten zu dick wird. Je nach Größe des Waffeleisens reicht sogar schon ein Esslöffel aus. Die noch heiße Waffel muss dann direkt in die richtige Form gerollt werden. Benutzen Sie dafür am besten Backhandschuhe.

Einfacher ist es, wenn Sie die Waffel um eine Form rollen. Ein schmaler Trichter kann sich dafür gut eignen. Sie können die Waffel aber auch aus der Hand rollen. Etwas leichter geht es mit einem Kochlöffelstiel. Wenn Sie ohne Form arbeiten, halten Sie das Hörnchen dann noch einen Moment fest, bis die Waffel leicht abgekühlt ist. Dann bleibt die Form auch von alleine erhalten.

Kunst an der Eiswaffel

Ein selbstgemachtes Eishörnchen ist auch pur ein knackiges Vergnügen. Zum Hingucker wird die Waffel mit etwas Deko. Unser Favorit: Weiße Schokolade schmelzen und den oberen Rand der Waffel damit bestreichen. Die Schokoglasur dann mit bunten Streuseln oder Krokant überziehen. Wenn Sie die Eiswaffel von innen mit Kuvertüre bestreichen, können Sie statt Eis auch Obstsalat darin servieren. Dank der Kuvertüre weicht die Eiswaffeln nämlich nicht durch.

Zusatztipp: Statt Hörnchen zu drehen, können Sie auch Waffelbecher herstellen. Legen Sie die heiße Waffel dafür einfach um ein umgedrehtes Wasserglas.

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