Let’s Punch - Backen mit Glühwein

Kalte Füße, warme Hände. Ein dampfender Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt ist ein wohliges Highlight im winterlichen Grau. Allein der würzige Duft sorgt schon für gute Laune und gemütliche Adventsstimmung. Erst recht, wenn das Aroma aus dem Backofen durch Ihr Zuhause zieht...

Wussten Sie, dass Glühwein älter ist, als der Weihnachtsmarkt selber? Gewürzte Weine tranken nämlich schon die Römer. Unter dem vielversprechenden Namen Conditum Paradoxum verbirgt sich der Vater aller Glühweine. Für das beliebte Getränk kochten die Römer Wein mit Honig und allerlei Gewürzen wie Pfeffer, Lavendel und Safran, aber auch Datteln. Aus der Adventszeit ist Glühwein nicht mehr wegzudenken. Jedes Jahr wärmen wir Deutschen uns mit sagenhaften 40 Millionen Litern Glühwein. Die Rezepte variieren zwar, klassischer Glühwein enthält aber zumindest einen Teil dieser Zutaten: Zimt, Nelken, Zitrone, Anis, Kardamon, Muskat, Piment und Orangen.

Auch in die Supermärkte hat der Glühwein Einzug erhalten. Aber Vorsicht: Die Verbraucherzentralen haben festgestellt, dass hier häufig Billigprodukte verkauft werden. Die Zutatenliste ist eine freiwillige Angabe, sodass man bei den meisten Produkten vor dem Kosten kaum die Möglichkeit hat, etwas über die Qualität zu erfahren. Wichtig ist, dass kein billiger Fusel als Grundlage verwendet wird, denn der bereitet das bekannte Kopfweh am Folgetag.

Eine gute Präventivmaßnahme ist es, den Glühwein nicht aus der Tasse, sondern vom Teller zu genießen. Als Backzutat kann man Glühwein nämlich auch verwenden und bekommt davon garantiert keinen Kater. 

Abgefüllt: Cupcakes mit Glühwein-Kern

Ohnehin schon sehr weihnachtlich sind unsere kleinen Gewürzküchlein. Mit einer Glühweinfüllung ist das Advent-Aroma perfekt: Kochen Sie zwei Esslöffel Maismehl mit 200 ml Glühwein langsam in einer Pfanne auf. Währenddessen kräftig mit einem Schneebesen rühren, bis eine eingedickte Masse entstanden ist. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, höhlt man ihn von unten vorsichtig mit einem Apfelausstecher aus. In die Mitte des Kuchens gibt man ein wenig von der Glühweinmasse. Das Loch wird anschließen wieder mit dem ausgestochenen Kuchen aufgefüllt.

Mit Cupcakes kann man im Prinzip das Gleiche machen. Hier können Sie den Kuchen auch ruhig von oben anstechen, weil ja sowieso noch die Cremehaube darüber kommt. Die Cupcakes werden dann noch festlich geschmückt: Färben Sie die Cremehaube beispielsweise rötlich ein und setzen Sie gefrostete Preiselbeeren oben drauf. In einer hübschen Box verpackt sind die Glühwein-Cupcakes auch ein schönes Mitbringsel zum Adventstee.

Schneller Adventskuchen mit Glühwein

Wer es etwas einfacher haben möchte, macht am besten einen Glühwein-Kuchen. Dafür muss lediglich ein Rührteig hergestellt werden. Wenn die Eier, Zucker und Butter miteinander verrührt sind, gibt man abwechselnd das Mehl mit dem Backpulver und einen Schuss Glühwein in den Teig. 50 ml reichen bereits aus, um dem Kuchen eine weihnachtliche Note zu verleihen. Später kommen noch Mandelstifte, gehackte Haselnüsse, geraspelte Kuvertüre und Kakaopulver in den Teig. Dekorieren Sie den Kuchen mit einer Schokoladenglasur und Puderzucker oder mit weißem Zuckerguss. Gefrostete Früchte sehen auch hier schön winterlich aus. Serviertipp: Streichen Sie warme Orangenmarmelade auf die Kuchenstücke.

Zusatztipp: Wenn Sie sich nicht auf die Supermarkt-Weine verlassen möchten, machen Sie Ihren Glühwein doch einfach selber. Erwärmen Sie einen Liter Ihres Lieblingsrotweines mit einer in Scheiben geschnittenen Zitrone, zwei bis drei Stangen Zimt, drei Nelken, einer Prise Kardamom und etwa 50 g Zucker. Achten Sie darauf, dass der Wein nicht anfängt zu kochen. Kurz vor dem Siedepunkt sollte man den Herd abschalten und den Glühwein etwa eine Stunde ziehen lassen. Vor dem Servieren werden Gewürznelken und Zimtstangen wieder entfernt und der Glühwein noch einmal erhitzt. Glühwein schmeckt übrigens bestens zu Spritzgebäck, Plätzchen & Co.

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