Backen für den Advent

Adventszeit ist Backzeit – so kennen wir das schon aus unserer Kindheit und erhalten diese liebgewonnene Tradition gerne aufrecht. Ob zum Naschen an einem kuscheligen Adventssonntag oder als Vorbereitung für das Weihnachtsfest: Vor allem Plätzchen haben in unserem Backofen jetzt Hochkonjunktur.

Ein Fest der Gewürze und Düfte

Die Weihnachtsbäckerei hat eine ganz spezielle Eigenschaft: Hier wird mit Gewürzen aller Art nicht gegeizt. Nicht umsonst werden die dazugehörigen Düfte oft mit Weihnachten verbunden – man denke nur an Bratapfelkuchen oder Lebkuchen. Auch Vanille, Zimt, Nelken oder Kardamom sorgen dafür, dass beim Backen im Advent ein unwiderstehlicher Geruch durch das Haus weht.


Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Backen im Advent?

Der ganze Dezember? Richtet man sich nach dem Adventskalender? Bis zu vier Wochen vor Weihnachten? Oder doch schon früher, weil Weihnachtsplätzchen einfach so lecker schmecken?
Im engeren Sinn handelt es sich bei der Adventszeit tatsächlich um den Zeitraum ab dem ersten Adventssonntag, der mal im November und mal im Dezember liegt. Das Wort „Advent“ bedeutet „Ankunft“ und bezieht sich natürlich auf die Ankunft von Jesus, bezeichnet aber eigentlich die Wartezeit auf dieses Ereignis und damit Weihnachten.

Wir finden, dass man sich diese Wartezeit ruhig ein wenig versüßen kann. Deshalb hat unser Backofen im ganzen Advent kaum Pause.


Die Klassiker beim Backen im Advent

Im Advent sind Lebkuchen aus der Backstube nicht wegzudenken und kommen in vielen Varianten aus dem Backofen. Große Platten werden zum Lebkuchenhaus weiterverarbeitet. Aber auch Pfeffernüsse, Lebkuchenherzen und Printen dürfen nicht fehlen. In Kombination mit Marzipan, Marmelade und etwas Kuvertüre entstehen unwiderstehliche Dominosteine.

Und was wäre Weihnachten ohne den Christstollen, der das gewickelte Jesuskind symbolisiert? Der Christstollen sollte auf jeden Fall am Anfang Eurer Adventsbäckerei stehen, denn er benötigt Zeit zum Reifen, um dann richtig gut zu schmecken. Drei Wochen sollten es schon sein. Danach ist er wunderbar saftig.


Kleines Gebäck – kleine Helfer

Beim Backen im Advent kommen auch die Kinder nicht zu kurz. Gerade bei Kleingebäck können sie schon prima mithelfen. Und das Ausstechen von Plätzchen und das Verzieren machen ihnen riesengroßen Spaß. Natürlich dürfen sie auch mal  vom Teig naschen. Plätzchen aus Mürbeteig, Zimtsterne oder Vanillekipferl können die Kinder weitgehend in Eigenregie herstellen.
Ein wenig Feingefühl benötigen Spekulatius, die mit Hilfe einer speziellen Spekulatiusform gestaltet und anschließend auf dem Blech gebacken werden.


Selbstgebackener Adventskalender

In selbstgemachten Adventskalendern steckt neben dem täglichen Türchen oder Päckchen auch immer eine ganze Menge Liebe – und besonders viel davon in kleinen, selbstgebackenen Präsenten.
Besonders praktisch ist es, direkt die Zahlen zu backen. Hierzu könnt Ihr ein Rezept für Vanillekipferl als Grundlage nehmen und anschließend Zahlen anstatt von Halbmonden formen. Auch einen Adventskalender aus runden oder rechteckigen Keksen mit Zahlen und einer leckeren Füllung könnt Ihr mit den passenden Ausstechformen ganz einfach herstellen.


Essbarer Christbaumschmuck

Da verstaubt garantiert nichts im Keller oder auf dem Dachboden: Der essbare Christbaumschmuck ist dazu gedacht, nach seinem Einsatz am Weihnachtsbaum verzehrt zu werden. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Lebkuchenteig besitzt eine hohe Stabilität und ist meist auch etwas dicker – und damit der perfekte Kandidat für den Christbaum. Auch Plätzchen aus Mürbeteig eignen sich als Christbaumschmuck. Mit Zuckerguss und Liebesperlen sorgt Ihr für das gewisse Etwas.
Das Loch, das ihr zum Aufhängen benötigt, stecht Ihr am besten schon vor dem Backen in den Teig. Mit einem kleinen Holzstäbchen sorgt Ihr dafür, dass diese Öffnung auch beim Backvorgang erhalten bleibt.

Geschenke aus der Küche: Weihnachtsgebäck

Ganz klar: Als Weihnachtsgeschenk ist Selbstgebackenes eine Aufmerksamkeit mit persönlicher Note. Aber auch vor den Weihnachtsfeiertagen sind kulinarische Kleinigkeiten mit weihnachtlichen Bezug hochwillkommen. Als Geschenke aus der Küche eignen sich grundsätzlich alle weihnachtlichen Gebäcke. Eine Mischung der Klassiker kommt immer gut an. Und hübsche Blechdosen oder große Schraubgläser als Verpackung sehen nicht nur gut aus, sondern schonen auch die Umwelt, denn sie können anschließend weiter benutzt werden und sind damit selbst ein Teil des Geschenkes.

Zu den Geschenke-Klassikern gehört aber durchaus auch der Christstollen in angemessener Größe. Selbstgebacken schmeckt er natürlich nochmal so gut wie in der käuflichen Variante.


Internationale Weihnachtsbäckerei

Der italienische Weihnachtskuchen Panettone besitzt gewisse Gemeinsamkeiten mit dem Christstollen, denn auch bei ihm stecken kandierte Fruchtstücke und Rosinen als Zutaten mit ihm Teig. Aber die typische Kuppelform unterscheidet ihn deutlich vom Stollen.

Biskuitfans werden mit der aus Frankreich stammenden Bûche de Noël glücklich. Die Biskuitrolle mit einer Füllung aus Schokoladen-Buttercreme erinnert von außen an eine Baumrinde.

In Norwegen  kommen traditionell mindestens Sorten Weihnachtsgebäck auf den Tisch – aber erst an Heiligabend. Gebacken wird natürlich trotzdem vorher – und zwar am liebsten die Waffelvariante Goro mit dem passenden Goro-Eisen, aber auch Pfefferkuchen, verschiedene Kekssorten oder Fettgebackenes wie die Smultringer.

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