Backen mit Kokos

Eine Kokosnuss enthält so viele wertvolle Inhaltstoffe, dass sie einem Menschen über Wochen als einziges Lebensmittel ausreicht, ohne, dass Mangelerscheinungen auftreten. Beim Backen werden ihre Talente jedoch unterschätzt. Die Kokosnuss ist nämlich viel mehr als ein Tütchen Raspeln.

Die Kokosnuss schmeckt immer ein bisschen nach Sommer. Schließlich ist sie eine Sonnenanbeterin. Kokosnüsse lieben es warm und heiß, sonst wachsen sie nicht. Trotzdem wirkt ein Hauch Kokos stets leicht und frisch.

Kokosraspeln: Der Klassiker

Obwohl die Kokosnuss einen recht intensiven Eigengeschmack hat, lässt sie sich gut kombinieren: Schokolade, Ingwer und natürlich Ananas passen hervorragend. Dank Kokosraspeln ist es außerdem sehr leicht, den Backkreationen eine exotische Note zu verleihen: Einfach auf den Kuchen gestreut oder in den Teig gegeben und der Sommer kann kommen. So haben wir es auch bei unserer Kokos-Schokoladen-Torte gemacht. Ein echter Klassiker! Aber Kokosraspeln sind flexible Gesellen. Sie machen sich auch in unseren Ananas-Kokos-Gnocchi sehr gut. Glaubt ihr nicht? Dann probiert es mal aus!

Kokosöl: Vegan, gesund und lecker

Die Kokosnuss kann im Backofen aber noch viel, viel mehr. Zum Beispiel ist Kokosöl ein sehr guter Ersatzstoff für Butter. Der Name ist etwas verwirrend, denn Kokosöl ist nicht flüssig, sondern fest, zumindest solange es nicht über 24 °C warm wird. In der asiatischen Küche wird Kokosöl sehr gerne verwendet. Im Prinzip kann es aber auch in jeden Kuchen. Allerdings darf die Butter nicht 1:1 ersetzt werden, denn Kokosöl enthält weniger Feuchtigkeit und ist darum etwas ergiebiger: 100 g Butter ersetzt man mit etwa 60 g Kokosfett. Der Teig erhält einen leichten Kokosgeschmack, intensiviert aber gleichzeitig die Aromen der anderen Zutat. Ein weiteres Plus: Kokosöl ist noch etwas kalorienärmer als Butter.

Kokosmehl: Nicht nur bei Glutenunverträglichkeit

Kokosmehl sieht man immer häufiger in den Supermärkten, nur ist es nicht gerade günstig. Aber Kokosmehl gehört zu den glutenfreien Mehlsorten und wird daher von Menschen mit Glutenunverträglichkeit gerne verwendet. Außerdem enthält Kokosmehl sehr wenig Kohlenhydrate. Damit eignet es sich für Low-Carb-Kuchen. Aber Achtung: Dafür steckt deutlich mehr Fett im Kokosmehl als im Weizenmehl. Im Gegenzug ist Kokosmehl aber sehr aromatisch und gibt dem Teig eine zarte Kokosnote. Wer Kokosmehl verwendet, kann den Zuckeranteil darum problemlos reduzieren, ohne an Geschmack zu verlieren.

Man kann Weizenmehl aber nicht einfach durch Kokosmehl ersetzen. Denn wie bei allen glutenfreien Mehlsorten fehlt eben das wichtige Klebereiweiß, das dem Kuchen Volumen und Stabilität gibt. In Rezepten, die ausschließlich mit Kokosmehl arbeiten, werden darum deutlich mehr Wasser und vor allem viel mehr Eier verwendet. Leider gibt es keine festen Umrechenregeln, um Weizenmehl mit Kokosmehl zu ersetzen. Allerdings ist es recht unproblematisch, etwa ein Fünftel des Mehls durch Kokosmehl zu ersetzen. Man sollte dann vorsichtshalber etwas mehr Wasser und ein Ei zusätzlich in den Teig geben.

Tipp:

Kokosöl ist übrigens auch ein gutes Mückenabwehrmittel. Man braucht es nur dünn auf die Haut aufzutragen und die lästigen Biester bleiben fern. Schöner Nebeneffekt: Auch die Haut freut sich über die hochwertigen Fettsäuren des Kokosöl. 

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