Baumkuchen: Was für ein Spießer!

Obwohl das Loch in der Mitte ein deutlicher Hinweis ist, die meisten Menschen wissen nicht, dass Baumkuchen am Spieß gebacken wird. Das Traditionsgebäck wartet aber mit noch so manch anderer Besonderheit auf.

Butter, Eier, Zucker, Vanille, Salz und Mehl. Das sind die Grundzutaten für einen Baumkuchen. Hinzu kommen mitunter noch Marzipan, Honig und Nüsse. Zunächst einmal nichts Auffälliges. Trotzdem fällt der Baumkuchen aus seiner Gattung ziemlich heraus. Schon allein durch sein Äußeres: Der Bauchkuchen ist nicht so breit und dafür aber recht hoch. Er hat eine wellenförmige Kontur, und wenn man ihn aufschneidet sieht man viele dünne Teigschichten. Kein Vergleich mit einem herkömmlichen Kuchen.

Baumkuchen: Echte Schichtarbeit

Das alles liegt an der besonderen Methode, mit der man einen Baumkuchen zubereitet. Ein Baumkuchen wird nämlich am Spieß gebacken, traditionellerweise sogar über dem offenen Feuer. Die Schichten werden nach und nach aufgetragen. Erst wenn die Erste bereits goldbraun gebacken ist, kommt die nächste Teigschicht auf den Kuchen. Das muss aber schnell gehen. Wenn die untere Schicht einmal ausgekühlt ist, haftet der frische Teig nicht.

Durch die verschiedenen Teigschichten entstehen die typischen Ringe, die den Lebensringen eines Baumes ähneln. Im Schnitt hat ein Baumkuchen etwa 15 bis 20 Ringe. Profis schaffen aber Baumkuchen mit bis zu 25 Teigschichten und mehr als einem Meter Länge. Die Wellen entstehen, weil der Konditor den Teig zusätzlich mit einem großen Holzkamm bearbeitet.

Woher kommt der Baumkuchen?

Ähnlich wie beim Marzipan streiten sich auch beim Baumkuchen einige Städte und Länder um die Herkunftsgeschichte. In Deutschland steht Salzwedel wie keine andere Stadt für das feine Gebäck. Im Mittelalter soll der Baumkuchen aber bereits in Ungarn, Frankfurt und Nürnberg ein beliebter Hochzeitskuchen gewesen. Historiker verfolgen die Spur des Kuchens am Spieß aber sogar bis zu den alten Römern und Griechen zurück.

Eine Baumkuchentorte kann man auch ohne Spieß zuhause nachbacken. Der Trick ist, die Teigschichten nach und nach auszubacken. Das Rezept für Baumkuchen findet ihr – wie immer – in unserer Rezeptbox.

 

Tipp:

Aus einer Baumkuchentorte könnt ihr nach Lust und Laune Formen ausstechen: Herzen, Halbmonde, Kreise... Mit einer hellen oder farbigen Glasur wirken die „Baumkuchen-Minis“ gleich viel frühlingshafter. Ein perfektes Mitbringsel für ein Picknick im Grünen.

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