Brownies: Mommy’s Favorite

Wenn sich die Frauen dieser Welt einig sind, dann bei diesen zwei Dingen: Schuhe und Schokolade. Auch der Brownie, das Schoko-Kult-Dessert schlechthin, ist ein wahrer Schürzenjäger. Egal, welchem Entstehungsmythos man glauben mag – die Damenwelt hat immer die Hand im Spiel.

An den kleinen Brownies ist schon so manche Diät gescheitert. Aber die süßen Herzensbrecher sind nicht nur lecker, sondern auch noch so schön handlich. Darum gelten sie offiziell gar nicht als Kuchen, sondern als Riegel. Denn man isst sie traditionell aus der Hand, nicht mit der Gabel! In ihrem Heimatland, den USA, sind Brownies heutzutage fester Bestandteil der Schokoladen-Landschaft. Sie schmecken gut als Frühstück oder nachmittags zum Kaffee. In Restaurants sind Brownies außerdem ein sehr beliebtes Dessert – warm serviert mit einer Kugel Vanilleeis. Der Kult geht so weit, dass es sogar ein geflügeltes Wort gibt: „Brownie Punkte“ sammelt derjenige, der etwas Gutes tut oder sich sozial engagiert.

Kult und Mythos rund um den Brownie

Der Ursprung des Brownies ist nicht ganz geklärt. Die meist erzählte Legende ist, dass ein Koch versehentlich geschmolzene Schokolade in Keksteig gerührt hat. Alternativ gibt es noch den Bäcker, der nicht genug Mehl hatte. Viel zitiert ist auch die Geschichte der Hausfrau Mildred Brown Schrumpf aus Maine (USA), die das Backpulver vergessen hat und aus der Not eine Tugend machte, in dem sie den zu flachen Schokoladenkuchen einfach in Quadrate schnitt.

Egal, welchem Mythos ihr glauben möchtet, feststeht, dass die ersten Brownie-Rezepte um die Jahrhundertwende entstanden: Schokoladen-Fans haben den Brownie bis ins Jahr 1906 zurückverfolgt. Im Cooking-School Cook Book von Fannie Merritt Farmer gibt es ein Rezept für einen weniger süßen, etwas leichteren Brownie. Vorgabe war hier erstmalig, den Brownie in einer quadratischen Form auszubacken. Ein sehr ähnliches Rezept erschien 1907 im Lowney`s Cook Book Illustrated von Maria Willet Howard. Für diese Brownies verwendet man ein Ei mehr und auch deutlich mehr Schokolade. Damit sind diese Brownies etwas mächtiger und erinnern eher an die Küchlein, an die wir heute gewöhnt sind.

Brownies gibt es längst in unzähligen Varianten. Sehr beliebt ist der Brownie mit Wal- oder Pekannüssen, aber auch weiße Schokolade und Karamell stehen ganz weit oben auf der Zutatenliste. Etwas experimentierfreudigere Bäcker verwenden Minze, Marshmellows, Kaffee, Erdnussbutter oder sogar Chili. Trotzdem sagen wir: Nichts ist so gut, wie das Original. Wir lieben den Brownie pur. Darum gibt es für alle, die zu Muttertag mit einem Klassiker überraschen möchten, das Originalrezept von Mrs. Farmer aus 1907.

Lowney’s Brownies: Das Original von 1907

100 g Butter cremig schlagen und mit 200 g Zucker, 2 Eiern, 50 g dunkler Schokolade, 100 g geschälten und gehackten Nüssen, 100 g  Weizenmehl Typ 405 und einer Prise Salz verrühren. Den Teig auf einem Backblech (Backpapier nicht vergessen!) ausstreichen und etwa eine knappe halbe Stunde bei 180° bis 200° C backen. Je nachdem wie großzügig ihr zuschneidet, ergibt der Teig etwa 14 Brownies.
 

SOS-Tipp: Manchmal braucht man sofort Schokolade. Dann ist der Mikrowellen-Brownie der Retter in der Not: Einfach jeweils 4 Esslöffel Mehl und Zucker mit jeweils zwei Esslöffeln Öl und Kakao verrühren. Ein Ei und einen Esslöffel Milch hinzugeben, und den Teig zwei Minuten in einer Tasse in der Mikrowelle erhitzen. Fertig ist der Tassen-Brownie.

Rezept-Tipp: Probiert doch mal die leckeren Fudgy Brownies mit Pecannüssen. Oder wie wäre es mal mit der Cheesecake-Brownie Variante? Unbedingt ausprobieren ist die Devise! :) 

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