Crumble: So einfach, so lecker!

Oben knusprig, unten saftig und das Ganze lauwarm serviert. Der verführerischen Mischung eines Crumble kann niemand widerstehen. Kein Wunder, dass das Dessert bei Briten und Amerikanern so beliebt ist. Wie viele Klassiker, ist übrigens auch der Crumble aus der Not heraus geboren.

Während des zweiten Weltkrieges galten Backwaren als Luxus. Denn Zutaten wie Mehl, Zucker und Butter waren knapp. Findige Hausfrauen konzentrierten sich auf das Wesentliche und ließen den Boden einfach weg. Der Obstbelag kam direkt in die Form und darüber streuten sie eine krümelige Teigmischung: Fertig war der Crumble.

Der Crumble: Eine bodenlose Karriere

Seitdem ist der fruchtig-süße Kuchen um die Welt gegangen. In den USA ist das Dessert mit Eiscreme sehr beliebt. Allerdings kennt man es hier eher unter dem Namen Brown Betty. In Schweden ist eine Crumble-Variante als Smulpaj bekannt. Im Heimatland Großbritannien gilt der Crumble längst als Tradition. Die Briten backen übrigens auch herzhafte Crumbles. Der Streusel wird mit Käse statt Zucker gemacht und das Obst ersetzen Hackfleisch und Gemüse.

Das passende Obst – Alles geht, nichts muss

Für einen klassischen, süßen Crumble benötigt man erst einmal Obst. Im Prinzip kann man dafür alles verwenden, worauf man Lust hat. Auch Mischungen sind kein Problem. Meistens greift man auf saisonale Früchte zurück. Im Sommer sind Beeren an der Reihe, im Herbst und Winter eher Birnen und Äpfel. Weitere typische Obstsorten für einen süßen Crumble sind Rhabarber, Quitten, Pflaumen, Pfirsiche und Stachelbeeren.

Das Obst wird gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten. Äpfel und Birnen schwenkt man am besten direkt in Zitronensaft, damit das Obst nicht braun anläuft. Dann gibt man es in eine Auflaufform.

 

Das Grundrezept: Verkrümel dich nicht!

Für den Streusel braucht man 200 Gramm Mehl, 100 Gramm Zucker und 100 Gramm Butter. Wer mag, verwendet braunen Zucker oder Rohrzucker. Das gibt dem Streusel später eine schöne Färbung. Die Zutaten werden mit dem Handmixer oder in einer Küchenmaschine verrührt. Wichtig ist, dass die Butter fest ist. Am besten verwendet man harte Butter direkt aus dem Kühlschrank, die mit dem Messer in Stücke geschnitten wird. Je nach Geschmack kann man auch noch Nüsse, Mandeln oder Flocken hinzugeben. Das macht den Streusel noch etwas knuspriger.

Mit ein paar weiteren Zutaten gebt ihr eurem Streusel passend zum Obst eine besondere Note. Walnüsse schmecken zum Beispiel gut zu Birnen. Im Apfel Crumble ist eine Prise Zimt sehr lecker. Gehackte Haselnüsse sind eine gute Ergänzung zu Blaubeeren. So mancher Crumble-Profi gibt sogar einen Schuss Balsam-Essig über das Obst.

Der Teig sollte recht krümelig sein und wird einfach über das Obst verteilt. Dann kommt die Mischung für eine halbe Stunde bei etwa 180 bis 200 °C in den Backofen.

Der Crumble sollte frisch, aber nicht zu heiß serviert werden. Am besten schmeckt er lauwarm mit einer Kugel Eis.
 

Tipp: Ein Crumble lässt sich auch gut vorbereiten: Einfach das Obst schneiden und in den Kühlschrank stellen. Den Teig ebenfalls im Kühlschrank, aber separat vom Obst, aufbewahren. Wenn die Gäste kommen, müssen beide Teile nur noch zusammen in den Backofen.

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