Die Biskuitrolle: Eine runde Sache

Weniger ist mehr! Bei der Biskuitrolle trifft das den Nagel auf den Kopf. Eier, Zucker, Mehl – und ein lockeres Handgelenk. Viel mehr braucht es kaum. Dann ist die Hauptrolle am Kuchenbuffet eindeutig vergeben - an Omas Liebling nämlich.

Biskuitrollen im Café International

Die Biskuitrolle ist ein deutsches Traditionsgebäck. Aber – Sie werden es kaum glauben – auch ein Indonesisches, Finnisches und Argentinisches. Fast in allen Winkeln der Welt kennt und liebt man das runde Kuchendessert. Dementsprechend gibt es so viele Rezepte und Variationen, dass man fast jahrelang Biskuitrollen backen könnte, ohne, dass Langeweile aufkommt. In Hongkong hat sich sogar ein ganz eigener Stil entwickelt. Der Kuchen ist noch ein wenig luftiger als in Europa. Zwar gibt es auch die klassischen Varianten mit einer Cremefüllung, aber besonders beliebt ist die Biskuitrolle mit Mangoteig. Die Chinesen sind derart große Fans, dass man sogar in den Bäckereien der amerikanischen China Towns überall Biskuitrollen bekommt.

Der richtige Dreh

Auf dem Teller sehen Biskuitrollen nach großer Backkunst aus. Dabei steckt nicht viel Arbeit dahinter. Schließlich muss lediglich ein lockerer Biskuitteig ausgebacken werden. Das gelingt auch Anfängern: Im ersten Schritt werden Eier und Puderzucker mit dem Handmixer schön schaumig geschlagen. Dann werden Mehl und Stärke hinzugefügt. Damit es nicht klumpt und der Teig glatt bleibt, gibt man das Mehl am besten durch ein Sieb. Dann wird das Mehl vorsichtig unter den Eierschaum gehoben. Dafür verwendet man idealerweise einen Küchenspachtel. Und schon ist der Teig fertig.

Der Teig wird dann auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech glatt gestrichen und etwa zehn Minuten bei 200° ausgebacken. Schauen Sie immer mal in den Backofen. Der Teig darf nicht zu lange backen, da er sonst schnell trocken wird.

Biskuitteig: So kommt der Kuchen ins Rollen

Erst wenn der Teig ausgebacken ist, kommt der spannende Teil. Die Biskuitmasse muss gerollt werden. Der Trick besteht darin, den Kuchen nicht trocken werden zu lassen. So verhindern Sie ein eventuelles Einreißen des Bodens. Solange dieser feucht genug ist, lässt er sich auch problemlos rollen.

Nehmen Sie das Blech aus dem Backofen. Stülpen Sie den Kuchen dann auf ein mit Zucker bestreutes Trockentuch. Dafür braucht es etwas Mut und Schwung. Alternativ können Sie erst das Trockentuch auf den Kuchen legen und dann das Backblech umdrehen. Wichtig ist, dass das Backpapier oben aufliegt, sodass man es leicht entfernen kann.

Der noch warme Kuchen kann direkt mit Marmelade bestrichen werden. Dann rollt man den äußeren Rand einer langen Seite einige Zentimeter nach innen auf den bestrichenen Kuchen. Dieser Teil bildet später die Mitte der Rolle. Damit hier keine Luftlöcher entstehen, muss man den Kuchen fest andrücken. Den Rest des Kuchens können Sie dann recht schnell aufrollen, indem Sie das Trockentuch leicht nach oben ziehen.

Ideen für die Biskuitrolle

Biskuitteig kann man auch als dunklen Schokokuchen ausbacken. Geben Sie dafür einfach Kakaopulver ins Mehl. Mit einer hellen Sahnefüllung bekommt die Rolle einen tollen Schwarz-Weiß-Kontrast. Auch mit Cappuccino-Pulver können Sie den Teig leicht färben. Dazu bekommt die Biskuitrolle dann noch einen feinen Mokka-Geschmack. Geriebene Zitronenschalen, Limettensaft oder Kokosflocken geben der Biskuitrolle eine frischere Note.

Für die Füllung wird statt Marmelade auch häufig eine Frucht-Creme verwendet. Ob man dafür Schlagsahne, gehaltvolle Mascarpone oder sogar fettarmen Frischkäse als Basis verwendet, ist jedem Biskuit-Bäcker selbst überlassen. An einem schönen Sommertag ist eine Erdbeer-Zitronen-Rolle unschlagbar. Waldbeeren fühlen sich in dieser Rolle sowieso immer wohl. Im Herbst kann es auch etwas herzhafter zugehen: mit Kürbispüree im Teig und einer würzigen Walnussfüllung beispielsweise.

Rezepttipp: Marmelade lässt sich leichter streichen, wenn man sie kurz in der Mikrowelle erwärmt. Eine halbe Minute reicht bereits aus.

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