Gingerbread Man statt Nikolaus

In den USA ist der Gingerbread Man das Weihnachtsgebäck schlechthin. Sein breites Grinsen überstrahlt die stets leicht klobigen Arme und Beine. Mit Schal bestückt oder einer Marzipan-Mistel verziert ist der lustige Geselle ein fester Bestandteil der Adventszeit. Auch wir heißen ihn dieses Jahr willkommen, schließlich duftet nichts so sehr nach Weihnachten wie frischer Lebkuchen.

Das Märchen vom Gingerbread Man – oder zu Deutsch: Pfefferkuchenmann – ist schnell erzählt: Eine ältere Dame backt nichts ahnend einen Pfefferkuchenmann, der mit einem Satz aus ihrem Backofen springt und davon rennt. Nach einer aufregenden Flucht fällt er schließlich einem Fuchs zum Opfer, der ihn verspeist. Dieses Schicksal ereilt die meisten Herren aus dem würzigen Lebkuchen - sie sind einfach zu lecker.

Der Nikolaustag ist eine gute Gelegenheit, das amerikanische Traditionsgebäck selber auszuprobieren. Ein amerikanischer Pfefferkuchenmann füllt die Schuhe nämlich ebenso gut, wie sein deutscher Kollege aus Schokolade.

Mit Gewürz und Gefühl

Die Basis eines jeden Lebkuchenteiges ist Honig. Dieser wird mit braunem Zucker, Wasser und etwas Butter zum Kochen gebracht. Die Honigmasse muss danach vom Herd genommen werden und abkühlen. Dann gibt man gesiebtes Mehl, Backpulver und Salz hinzu. Gewürzt wird traditionellerweise mit Zimt, Ingwer, Anis und Nelken. Es gibt auch Lebkuchengewürz im Handel zu kaufen. Dabei handelt es sich allerdings um eine Würzmischung, die je nach Hersteller ganz unterschiedlich ausfallen kann. Weitere Gewürze wie Kardamom, Vanille oder Muskat dürfen den Pfefferkuchenteig darum ebenfalls zum Duften bringen. Wenn alle Zutaten verknetet sind, hat der Teig eine leicht klebrige, aber geschmeidige Konsistenz.

Nachdem der Teig ein bis zwei Stunden im Kühlschrank geruht hat, geht es ans Zuschneiden. Am besten erstellen Sie sich dafür eine Schablone, die Sie auf den Teig legen und mit einem Messer ausschneiden. Der Pfefferkuchenmann braucht dann nur etwa 10 Minuten bei 200 ° Grad ausgebacken werden.

Deko: So erwacht der Pfefferkuchenmann

Pfefferkuchenmänner kann man sehr schön dekorieren. Wer es schlicht mag, zieht einfach einen weißen Rand mit Zuckerguss entlang der Silhouette. Alternativ bestreichen Sie das ganze Gebäck mit Glasur und setzen drei Silberperlen für die Knöpfe darauf. Das Gesicht mit dem breiten Grinsen, rote Stiefel, Mistelzweige und Weihnachtsmützen kann man mit Lebensmittelfarbe aus der Tube auftragen.

Vorrausetzung ist natürlich stets, dass Ihnen der freche Pfefferkuchenmann nicht schon beim Öffnen des Backofens ausgebüxt ist.

 

Zusatztipp: Aus den Teigresten kann man leckere Plätzchen backen, denn Lebkuchen lässt sich sehr gut ausstechen. Weihnachtlich dekorierte Kreise, Sterne, Tannenbäume und Herzchen aus Lebkuchen sind außerdem ein schöner Schmuck für den Christbaum.

Rezepttipp: Probiert doch mal unser Rezept des Monats Dezember 2013 aus. Dort haben wir einen tollen Vollkorn Schneemann aus unserer Redaktion! :) 

 

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