Osterbrot: Süßes mit Tradition

An Ostern ist die Fastenzeit vorbei. Es darf endlich wieder ohne schlechtes Gewissen geschlemmt werden. Darum gibt es zu Ostern viele Traditionen rund ums Backen: Osterbrote und süßes Gebäck wie das Osterlamm. Gegen Eigenkreationen hat der Osterhase aber sicherlich auch nichts einzuwenden.

40 Tage sollst du fasten. Mit dieser Regel halten es heutzutage nicht mehr allzu viele Menschen. Immerhin verzichten einige zumindest teilweise auf alltägliche Luxusgüter wie Schokolade oder Zigaretten. Ab Ostersonntag hat der selbst auferlegte Verzicht ein Ende, denn die Christen feiern an diesem Tag die Auferstehung Jesu mit dem Fastenbrechen. Traditionell backt man dafür Osterbrot.

Osterbrot gibt es in allen möglichen Varianten, und zwar längst nicht nur in Deutschland, sondern auch in Osteuropa, Italien oder Russland. Es handelt sich dabei nicht unbedingt um ein klassisches Brot, sondern eher um ein süßes Hefegebäck mit Nüssen, Mandeln, Rosinen und anderen getrockneten Früchten. Osterbrot ist sozusagen die festliche Schwester des Hefezopfes.

Ostern in Form gebracht

Neben dem Osterbrot ist das sogenannte Gebildegebäck beliebt, damit meint man, dass das Gebackene eine bestimmte Form hat. Das Osterlämmchen ist der bekannteste Vertreter. Beides lässt sich prima miteinander verknüpfen, denn aus Osterbrot kann man ganz fix ein Gebildegebäck machen. Hefeteig ist schließlich sehr flexibel einsetzbar. Als Basis könnt ihr das Stutenkerl-Rezept aus unserer Rezeptebox mit Mehl für Hefeteig nehmen. Formt beispielsweise aus dem Teig einen großen Hasenkopf mit den typischen langen Löffeln. Nach dem Ausbacken kann man mit Glasur ein fröhliches Hasengesicht darauf malen. Oder ihr formt den Teig einfach als überdimensionales Ei. Mit bunter Glasur wird daraus das größte Osterei der Nachbarschaft. Tipp: Serviert das Osterbrot mit frischer Aprikosenmarmelade.

Mystisches Ostergebäck aus England

Im englischen Sprachraum gibt es eine ähnliche Backtradition: Die Hot Cross Buns werden ebenfalls aus Hefeteig hergestellt und je nach Rezept mit Orangenschale oder Zitronat gebacken. Dazu kommt noch eine Prise Zimt. Zu erkennen sind die Hot Cross Buns an dem deutlich sichtbaren Kreuz, das an die Kreuzigung Jesu erinnern soll. Das Kreuz wird dadurch erzeugt, dass die Brötchen im Ofen mit einer Mehl-Wasser-Paste entsprechend bestrichen werden, sodass das Kreuz heller ist, als der Rest des Brötchens. Oft wird aber auch einfach eine entsprechende helle Glasur nach dem Backen aufgetragen. Traditionell gab es Hot Cross Buns an Karfreitag. Die Brötchen sind allerdings von Kanada bis nach Neuseeland so beliebt, dass es sie mittlerweile oft das ganze Jahr über gibt. In Australien haben sich Hot Cross Buns sogar zu einem Neujahrsgebäck entwickelt.

In England gibt es rund um die Gewürzbrötchen einige Aberglauben. Ein an Karfreitag gebackenes Brötchen soll man aufbewahren, denn es kann angeblich medizinische Wunder wirken oder Feuer vom Haus fernhalten. Der schönste Brauch ist sicherlich dieser: Freunde teilen sich an Karfreitag ein Hot Cross Bun, denn dann ist die Freundschaft nicht mehr zu trennen. Das probieren wir dieses Jahr direkt aus.

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