Popover: Sie leben hoch!

Popover sind eines der vielen kleinen Wunder dieser Welt: Kein Backpulver. Keine Hefe. Kein Natron. Und trotzdem sind Popover voluminöse Backwerke, die zu jeder Gelegenheit passen. Wir zeigen euch, wie man sie macht.

Bei uns in Deutschland sind Popover gar nicht so bekannt. Es handelt sich um ein ganz schlichtes Eiergebäck, das ein wenig wie überdimensionierte Muffins aussieht. Innen sind Popover weitestgehend hohl und haben nur einen dünnen, etwas feuchten Teigmantel. Von außen sind sie aber goldbraun und knusprig. Mit Butter, Marmelade oder Honig serviert verwandeln sich die schlichten Popover in köstliche Goldstücke.

Das luftige Geheimnis der Popover

Rund um die Popover ranken sich einige Mythen und jeder schwört auf seine eigenen Tricks. Letzten Endes kann man die kleinen Wunderwerke mit ganz einfacher Wissenschaft erklären: Der Teig besteht nur aus wenigen Zutaten, nämlich Milch, Mehl und Eiern. Dazu kommt noch etwas Butter. Das Geheimnis hinter der Rezeptur steckt in dem Verhältnis von Eiern, Mehl und Milch. Stimmen die Proportionen, sorgen die Eier dafür, dass der Teig hoch hinaus schießt, dabei innen weich und feucht bleibt, während er außen schön knackig wird.

Grundrezept für Popover

Ihr braucht einen Viertelliter Milch, 150 g Mehl, zwei große Eier und drei Esslöffel Butter. Ganz wichtig ist, dass der Teig Raumtemperatur hat. Milch, Eier und die Butter sollten daher nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen. Die Milch wärmt man am besten kurz in der Mikrowelle an. Dann werden zunächst die feuchten Zutaten verrührt: warme Milch, zwei Eier und ein Teelöffel weiche oder geschmolzene Butter. Dann gebt ihr nach und nach das Mehl und eine Prise Salz hinzu. Der Teig darf ruhig ein wenig schaumig werden.

Popover: Hohe Kunst im Backofen

Damit Popover gelingen, ist es wichtig, den Teig in einen sehr gut vorgeheizten, heißen Ofen zu geben. Der Teig darf darum ein wenig ruhen, bis der Backofen auf 220 °C erhitzt ist, gerne auch länger (bis zu einer Stunde). In dieser Zeit kann das Mehl die Feuchtigkeit gut aufnehmen. Wenn der Ofen die richtige Temperatur erreicht hat, stellt eine Muffin-Form zum Aufwärmen hinein. Zwei Minuten reichen in der Regel aus. Nehmt die Form dann wieder heraus und verteilt die übrige Butter in die Vertiefungen, damit später nichts anbackt. Der Popover-Teig wird nun noch einmal schaumig geschlagen und in die Form gegeben. Lasst Euch damit nicht zu viel Zeit, der Teig muss ganz fix ab in den Backofen.

Finger weg von der Backofentür!

Von nun an ist die Backofentür tabu. Während der nächsten halben Stunde darf der Ofen keinesfalls geöffnet werden. Ansonsten fallen die Popover zusammen. Allerdings müsst ihr dran denken, nach 15 Minuten die Temperatur auf etwa 180 °C herunterzuschalten. In dieser Zeit zieht etwas von der Feuchtigkeit ab, sodass die typische Kruste außen entsteht. Nach weiteren 15 Minuten kann man das Ergebnis bewundern: goldbraune, knackig-luftige Backwerke. Stecht sie von unten etwas ein, damit der Dampf entweichen kann, und lasst sie nur ein wenig abkühlen. Dann werden sie noch warm und frisch serviert.

Popover-Variationen

Solange das Verhältnis der übrigen Zutaten nicht verändert wird, kann man ein Popover-Rezept auch variieren: Mit einem Teelöffel Zucker werden sie süß, mit Kakaopulver zusätzlich schön braun. Aber auch herzhafte Varianten schmecken lecker. 2 Esslöffel getrocknete Kräuter wie Rosmarin, Oregano oder Thymian geben euren Popover eine mediterrane Note. Mohn oder Sesam könnt ihr natürlich ebenfalls in den Teig streuen. Einen Hauch von Luxus bekommt der Teig mit etwas Zitronenschale und fein gehackten Pecannüssen. Lasst eurer Fantasie einfach freien Lauf – solange ihr bloß nicht die Backofentür zu früh öffnet! ;-)
 

Tipp:

Selbstverständlich kann man Popover auch mit fettarmer Milch backen. Mit Vollmilch erzielt man aber etwas stabilere Ergebnisse.  

Social-Media

      

Newsletter

Anmelden