Verrückt nach... Cronuts

Cronuts sind eine Mischung aus Croissants und Donuts. Die neue Leckerei hat im letzten Jahr die Bäckereien von Singapur bis London im Sturm erobert. Das Time Magazine ernannte die Kreation sogar zu einer der 25 besten Innovationen des Jahres 2013.

Keimzelle des Cronuts-Hypes ist eine Bäckerei in Manhattan. Am 10. Mai 2013 präsentierte der Konditor Dominique Ansel erstmalig sein neues Backwerk. Seitdem reißen sich Naschkatzen aus aller Welt um das Gebäck. Für die Entwicklung hat er zwei Monate gebraucht und insgesamt zehn verschiedene Rezepte ausprobiert. Für seine Cronuts verwendet er einen Blätterteig, der in Traubenkernöl ausgebacken wird. Anschließend rollt er die Cronuts in Zucker, füllt sie mit einer Creme und überzieht sie noch mit einer Glasur. Die Prozedur kann bis zu drei Tage dauern.

Ganz New York träumt von den Cronuts

Imitaten zum Trotz hat sich Dominique Ansel das Rezept und den Namen mittlerweile schützen lassen. Den echten Cronut bekommt man daher also nur in seiner Bäckerei in Lower Manhattan. Jeden Monat gibt es jeweils nur eine Geschmacksrichtung. Zur Premiere gab es einen lieblichen Rose Vanilla Cronut, momentan wartet eine fruchtige Himbeer Lychee-Füllung auf die Cronut-Fans. Mittlerweile verkauft Dominique Ansel täglich etwa 350 der zuckrigen Krigel. Der Sturm auf das Feingebäck ist so groß, dass sich bereits eine Stunde vor Ladenöffnung Schlangen vor der Bäckerei bilden. Wer nach sieben Uhr morgens ankommt, hat kaum noch eine Chance, das begehrte Backwerk zu ergattern. Auf dem Schwarzmarkt zahlt man bis zu hundert Dollar dafür, obwohl der Ladenpreis bei gerade einmal fünf Dollar liegt.

Kein Hexenwerk: Cronuts selber backen

Wer es gerade nicht nach New York schafft oder einfach kein Frühaufsteher ist, kann sich an einer heimischen Cronut-Version probieren. Was Dominique Ansel schafft, bekommt ihr sicherlich genauso gut hin. Allerdings gilt: Je mehr Handarbeit, desto besser das Ergebnis. Ein selbst gemachter Blätterteig ist daher die beste Variante, zum Ausprobieren kann es aber auch ein Tiefkühl-Teig, beispielsweise für Croissants, sein. Wenn der Teig mehrfach gefaltet und gerollt wurde, sticht man mit einem großen Glas Teigkreise aus. Die Kreise sollten einen Durchmesser von etwa zehn Zentimetern haben. Für das Loch in der Mitte ist ein Donut-Ausstecher perfekt, alternativ könnt ihr einfach eine Flaschenöffnung ohne Deckel benutzen. Dann frittiert ihr die Teigkringel in heißem Öl, bis sie eine goldbraune Farbe haben.

Während die Cronuts auf Küchenpapier abkühlen, bereitet ihr eine Füllung vor. Ähnlich wie beim Teig könnt ihr entweder richtig Hand anlegen und beispielsweise eine echte Vanillecreme mit Vanilleschoten, aufgekochter Milch und Eiern herstellen oder auf halbfertige Küchenhelfer wie Puddingcreme zurückgreifen. Genauso lecker sind allerdings auch Fruchtquark-Füllungen oder einfach Marmelade. Die Füllung wird mit einem Spritzbeutel von der Seite in das Gebäck gegeben. Damit sich die Creme gut verteilt, macht man das viermal, rundum den Cronut herum. Zum Schluss wird der Cronut großzügig mit einer Zuckerglasur begossen. Quietsch-Farben und bunte Zuckerperlen sind bei Cronuts sehr willkommen.

Zusatztipp: Cronuts serviert man am besten frisch, aber nicht warm. Zum Aufschneiden eignet sich ein Brotmesser am besten, weil es die Teigschichten nicht quetscht. Die Feuchtigkeit im Kühlschrank lässt das Gebäck matschig werden, daher die Cronuts besser an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren.

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