Weckmann, Stutenkerl, Klausemann und Co.

Ein breites Grinsen im Gesicht und die Pfeife fest im Griff, so liegen sie in den Auslagen der Bäckereien. Wovon wir sprechen? Vom Weckmann selbstverständlich. Kennen Sie nicht? Dann sagt Ihnen vielleicht Stutenkerl, Puhmann, Klausemann oder Dambedei etwas. Das Traditionsgebäck gibt es nämlich fast überall in deutschen Landen - allerdings mit unterschiedlichen Namen und zu verschiedenen Zeiten.

Der Stutenkerl ist ein sogenanntes Gebildegebäck. Damit meint man Backwaren, die eine bildhafte Form haben. So beziehen sich Namen wie Printenmann oder Klausemann auch auf die Form des Gebäcks, während Stutenmann oder Weckmann eher auf die Teigart verweisen.

Seine Eminenz der Stutenkerl

Gebildegebäck entstammt meist religiösen Traditionen, so auch dieses Naschwerk. Im Mittelalter war es ein Büßerbrot, das Kranken und Sündern gegeben wurde, die nicht an der Eucharistie teilnehmen konnten. Daher übrigens auch die Form: Der Weckmann stellt nämlich einen Bischof dar. Die Pfeife war früher der Bischofsstab. Wenn man sie umdreht, erkennt man es noch heute.

 

Vom Martinstag bis Weihnachten

In vielen Gegenden beispielsweise in Westfalen gibt es Stutenkerle traditionell an Nikolaus. Im Rheinland hingegen ist der Weckmann eine Spezialität, die rund um den Martinstag gegessen wird. In den Bäckereien findet man ihn in den meisten Regionen in der gesamten Vorweihnachtszeit.

Selbst gebacken schmeckt der Stutenkerl natürlich am besten. Mit einem Hefeteig oder einem Quark-Öl-Teig brauchen die süßen Kerle gerade mal zwanzig Minuten im Backofen. Kindern macht vor allem das Ausschneiden viel Spaß.

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