Am Anfang war der Cronut… - der Hype um die Zwitter-Snacks

Gekreuzte Speisen sind total „in“. Menschen auf der ganzen Welt stehen Schlange, um die neuesten Hybrid-Food-Kreationen kennenzulernen. Hinter dem enormen Hype von Cragel, Bruffin & Co. stecken das geschickte Kombinieren beliebter Backwaren und die Macht der sozialen Medien.

Diese Zwitter-Snacks erobern die Welt

Die meisten gekreuzten Backwaren fanden ihre Wiege in New York. Dort wurde vor etwa drei Jahren der erste Meilenstein gesetzt, als der Konditor Dominique Ansel in seiner Bäckerei in Manhattan zum ersten Mal seine Erfindung – eine Mischung aus Croissant und Donut – den „Cronut“ präsentierte. Schnell entstand ein wahrhaft enormer Hype um dieses kleine feine Blätterteiggebäck, das bis heute im Original ausschließlich in genau dieser Bäckerei zu kaufen ist. Fans des Cronuts stürmen daher nach wie vor tagtäglich vor 7 Uhr morgens die Backtheke und zahlen ohne zu zögern den Preis von ca. 5 Dollar pro Stück (auf dem Schwarzmarkt liegen die Preise sogar bei 80-100 Dollar!).

Bruffin mit Zuckerguss

Mit so einem großen Erfolg hatte wohl keiner gerechnet. Doch damit war klar, das Kreuzen von Backwaren würde ein vielversprechender Trend werden. Und so wurde das Croissant sofort für eine weitere Hybrid-Food-Kreation verwendet und von „Bagel-Artist“ Scot Rossillo in Kombination mit dem Bagel auf den schönen Namen „Cragel“ getauft. Und siehe da: Auch diese Erfindung schlug sofort ein. Es folgten der „Bruffin“, eine Mischung aus Muffin und Brioche, und schließlich der aus Cookie und Muffin gekreuzte „Mookie“.

Wie lässt sich der Hype um das Hybrid Food erklären?

Für die Beliebtheit von Cronut, Mookie & Co. gibt es wohl unterschiedliche Gründe. Und das beschäftigt nicht nur Backfans, sondern auch Trendforscher und die Erfinder selbst. Also: Was macht die Zwitter-Snacks so erfolgreich?

  1. Das Wichtigste zuerst: Sie schmecken wirklich lecker!
  2. Sie setzen auf Neues, Aufregendes, Trendiges, gleichzeitig aber auch auf Tradition. Denn die Kreuzungen bestehen immer aus ohnehin beliebten Backwaren wie Croissants, Muffins, Cookies etc. Da kann also gar nicht mehr viel schiefgehen.
  3. Die für Naschkatzen wirklich schwere Entscheidungsfindung zwischen zwei Backwaren entfällt, denn man bekommt bei einem Zwitter-Snack ja zwei Gebäckstücke auf einmal!
  4. Das Experimentieren und Erfinden neuer „Food-Trends“ trifft den Zeitgeist. Wir setzen uns gerade in der heutigen Zeit sehr bewusst mit unserer Essenskultur auseinander, sind gerne auf dem neuesten Stand und vor allem auch neugierig auf neue, exotische Koch- und Backtrends.
  5. Der wichtigste Motor für die erfolgreiche Vermarktung und enorme Popularität der Zwitter-Snacks sind aber in erster Linie die sozialen Medien und Netzwerke. Insbesondere Hybrid-Köche und –Bäcker nutzen Instagram, Twitter, Facebook etc. sehr aktiv, posten Fotos ihrer neuesten Kreationen, sind untereinander vernetzt und lassen ihre Trends durch Blogger weiter verbreiten. Und wir sehen: Das klappt prima!
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