Biscotti: Mandelgebäck aus der Toskana

Softes Licht, sanfte Farben, schwingende Gräser. Die Toskana wirkt immer weich und harmonisch. Ganz anders die Kekse, die einem in diesem Landstrich serviert werden: Biscotti sind knallharte Gesellen. Aber das hat auch seinen Grund.

Das Wort „Biscotti“ kommt aus dem Lateinischen. Ursprünglich sprach man von „bis coctum“. Damit meinte man Gebäck, dass zweifach gebacken wurde. Der zweite Backvorgang kommt immer dann zum Zuge, wenn man dem Gebäck die Feuchtigkeit entziehen möchte. Der Sinn der Sache? Das Gebäck wird deutlich haltbarer. Das kennt ihr sicherlich vom „Zwie-back“, der nämlich auch zweimal in den Ofen kommt.

Kekse für die Legionen

Als die Biscotti erfunden wurden, gab es längst noch keine Kühlschränke und das mediterrane Klima war nicht gerade freundlich zu Keksen, Kuchen & Co. Die römischen Legionen waren in ganz Europa unterwegs und das natürlich auf Schusters Rappen. Es konnte also eine Zeit lang dauern, bis man wieder irgendwo gemütlich einkehren konnte. Marschproviant musste her – und dafür war das zweifach Gebackene einfach am besten.

Biscotti: Das Original aus Prato

Zwar kann man heutzutage ganz bequem quer durch Italien reisen, die Biscotti sind dennoch geblieben. Als ihre Heimatstadt gilt das toskanische Prato. Ein dort ansässiger Konditor mit dem klangvollen Namen Antonio Mattei präsentierte die damals neue Backkreation nämlich bereits 1867 auf der Weltausstellung in Paris. Darum nennt man sie auch heute noch mit vollem Namen Biscotti di Prato. Der einfache Proviant hat sich längst zum Exportschlager gemausert. Bei uns in den Supermärkten bekommt man die toskanischen Goldstücke übrigens eher unter dem Namen Cantuccini.

Biscotti zum selber backen

Die Zutaten sind simpel: Mehl, Zucker, Eier und Mandeln. Allerdings gibt es die kleinen Goldstücke längst in allen möglichen Varianten. Die einen lieben sie mit Zimt, die anderen mit Pinienkernen, Anis oder sogar Schokoladenstückchen. In unserer Rezeptebox haben wir gleich zwei schöne Rezepte für Euch: Die schlichten Cantuccini mit Marzipan und Mandeln und Cranberry-Pistazien-Biscotti mit Marmelade. Gerade im Sommer sorgen Biscotti für echtes Urlaubsflair, natürlich nur mit einem original italienischen Cappuccino.
 

 

 

Tipp: Biscotti lassen sich gut auf Vorrat produzieren. Bewahrt die Kekse am besten in einer luftdichten Dose auf. Dann sind sie selbst nach 8 Wochen noch schön knackig.   

 

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