Blinis: Pfannkuchen aus Russland

Wenn uns ein goldbrauner, frischer Pfannkuchen vom Teller anstrahlt, geht ein bisschen die Sonne auf. Nicht verwunderlich daher, dass die Russen Eierkuchen gebacken haben, um das Ende des Winters zu feiern. Die russischen Blinis sind aber rund ums Jahr eine Leckerei.

Blinis sind russische Pfannkuchen, die aber in ähnlicher Form in süd- und osteuropäischen Ländern wie Polen, Tschechien und Ungarn bekannt sind. Eigentlich schreibt man sie Bliný; ausgesprochen mit der Betonung auf der letzten Silbe. Einen einzelnen Pfannkuchen nennt man Blin. Je beliebter sie in Westeuropa wurden, desto schneller wurden sie zu Blinis.

Pfannkuchen als Festtagsschmaus

Schon bei den Slawen waren die kreisrunden Eierkuchen ein Zeichen der Sonne. Seit dem Mittelalter ist es in Russland Tradition zur Masleniza, der Butterwoche, Blinis zu backen. Die Butterwoche ist eine russische Tradition am Ende des Winters und läutet die Fastenzeit ein. Vorher gibt es noch einmal ein ausgelassenes Fest, um die Wiedergeburt der Sonne zu feiern. In der russisch-orthodoxen Kirche macht man das bis heute. Ansonsten werden Blinis zu Gedenktagen der Toten oder auf Beerdigungen gereicht.

Blinis: Rezept und Zubereitung

Im Gegensatz zu unseren deutschen Pfannkuchen werden Blinis mit Hefe zubereitet. Der Teig muss schön dickflüssig sein. Wenn der Teig angerührt ist, lässt man ihn erst mindestens eine Stunde gehen, teilweise sogar fünf bis sechs Stunden. Zwar verwendet man in den Rezepten heutzutage Weizenmehl – so auch bei dem Blinis-Rezept von Franzi 312 - traditionell rührt man den Teig aber mit Buchweizenmehl an. Wichtig ist, dass er gut geschlagen wird und keine Klümpchen aufweist.

In Russland brät man Blinis dann in einer speziellen henkellosen Gusseisenpfanne aus. Bevor der Teig in die Pfanne gegeben wird, streicht man den Boden einer Zwiebelhälfte aus. Tunkt die Zwiebel dafür vorher in etwas Speiseöl.

Kaviar & Co: Blinis fein gemacht

Die fertigen Blinis serviert man in Russland sehr gerne in einer herzhaften Variante: Sauerrahm gehört fast immer zu Blinis. Dazu gibt es noch Lachs oder Kaviar. Gerade auf Cocktail-Partys ist die Kaviar-Variante sehr populär. Man kann Blinis aber auch süß zubereiten, mit Honig, Früchten oder Marmelade.
 

Tipp:

Trennt die Eier, und schlagt das Eiweiß zu Eischnee, bevor ihr ihn unter den Teig hebt. Dann werden die Pfannkuchen noch etwas luftiger.

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