Bratapfelkuchen: Eine wahre Winterlegende

Äpfel schmecken immer gut. Aber am besten schmecken sie in der kalten Jahreszeit. Denn in Kombination mit winterlichen Zutaten wie Mandeln, Marzipan oder Vanille kommt ihr süß-saures Aroma hervorragend zur Geltung. Ein Adventsonntag ohne Bratapfelkuchen? Unvorstellbar!

Der Apfel ist unangefochten der Deutschen liebstes Obst. Als Saft oder Schorle, pur als Snack zwischendurch oder eben im Kuchen. Wie Eva im Paradies können wir einfach nicht von den grün-roten Früchtchen lassen. Und das ist gut so, denn das Fallobst ist echte Power-Nahrung: Mehr als 300 gesunde Wirkstoffe liefert uns ein einziger Apfel. Außerdem haben Äpfel eine entzündungshemmende Wirkung und unterstützen die Entgiftung. Gerade in der Hochsaison der Erkältungen ist ein Apfelkuchen daher eine gute Idee: Ein Stückchen Wärme von innen und dazu eine gehörige Portion Vitamine.

Mit dem Apfel durch den Winter

Ein weiteres Plus für den Apfel ist seine Haltbarkeit. Wenn in den Obstregalen längst winterliche Leere herrscht, leuchten uns immer noch rote, gelbe und grüne Äpfel entgegen. Das liegt daran, dass die Herbstsorten wie Gravensteiner oder Alkmene erst im Oktober ihre optimale Reife erlangen. Bei richtiger Lagerung sind sie sogar noch bis in das kommende Frühjahr verzehrbar.

Für einen Kuchen sollte man ausnahmsweise in saure Äpfel beißen, denn die eher säuerlichen Sorten wie Boskoop, Cox Orange oder Elstar sind die perfekte Ergänzung für einen süßen Kuchenteig. Aber auch Golden Delicious, Gravensteiner, Idared oder Jonagold eignen sich zum Backen. Wie fast immer beim Backen ist auch hier ein wenig Experimentierfreude gefragt, bis man den eigenen Kuchenfavoriten entdeckt hat.

Bratapfelkuchen: Ein Original mit vielen Varianten

Der Bratapfelkuchen ist eine uralte Backtradition. Großmütter im ganzen Land hüten ihr ganz eigenes Originalrezept. Dementsprechend gibt es den Bratapfelkuchen in unzähligen Varianten: Gedeckt oder ungedeckt, aus der Springform oder auf dem Blech, mit ganzen oder geschnittenen Äpfeln. Richtig ist, was schmeckt. Viele Rezepte basieren allerdings auf einem Mürbeteig, der in einer Form ausgelegt wird. Darauf werden dann Apfelscheiben gelegt, die wiederum mit einer Cremefüllung übergossen werden. Dafür kann man einfach aufgekochten Vanillepudding verwenden. Etwas gehaltvoller wird es, wenn man das Puddingpulver mit Schmand, 5-6 Eiern und 100 g Zucker verrührt.

Das weihnachtliche Aroma erhält der Bratapfelkuchen durch entsprechende Gewürze. So mischt man die Apfelscheiben häufig mit in Calvados eingelegten Rosinen. Auch Mandelstifte (wahlweise geröstete Mandeln), Marzipan, Zimt und Vanille gehören zu den beliebtesten Zutaten. Seinen süßlichen Duft verbreitet der Bratapfelkuchen, wenn man ihn bei etwa 180° - 200° eine Dreiviertelstunde ausbäckt.
 

Weihnachtliches Apfelgedicht

Während der Kuchen gemütlich im Backofen sitzt, kann man mit den Kindern schon das passende Weihnachtsgedicht für den Heiligen Abend üben:

Kinder kommt und ratet,

was im Ofen bratet!

Hört, wie`s knallt und zischt.

Bald wird aufgetischt,

der Zipfel, der Apfel,

der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,

holt einen Teller,

holt eine Gabel!

Sperrt auf den Schnabel

Für den Zipfel, der Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den goldbraunen Apfel.

Sie pusten und prusten,

sie gucken und schlucken,

sie schnalzen und schmecken,

sie lecken und schlecken

den Zipfel, den Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den knusprigen Apfel.

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