Chin Chin: Süßes aus der Savanne

Wer nach Westafrika reist, kommt um Chin Chin nicht herum. Diese afrikanische Donut-Variante ist in vielen Ländern beliebt: In Nigeria, Senegal, Elfenbeinküste, Tschad oder Zentralafrika werden die Snacks überall auf Märkten und Straßenständen angeboten. Chin Chin gibt es in vielen Familien außerdem zu festlichen Anlässen.

Wenn es in Westafrika etwas zu feiern gibt, darf Chin Chin nicht fehlen. Zwar gibt es verschiedene Namen für das Traditionsgebäck, so sagt man in Kamerun „Croquette“ oder in manchen Ländern auch „Gateaux Secs“, beliebt sind die Snacks überall. Kein Geburtstag, keine Hochzeit oder Feiertag ohne die goldbraunen Cracker.

 

Chin Chin: Häppchen im Quadrat

Chin Chin werden am häufigsten in Nigeria gegessen. Hier backt man sie traditionell als kleine Rechtecke. Die Zutatenliste ist überschaubar: Mehl, Zucker, Butter, Milch und Öl zum Frittieren. Zunächst mixt man Milch und Zucker in einer Schüssel und lässt es etwas ruhen. In einer zweiten Schüssel verknetet man das Mehl mit der Butter. Damit sich die Butter besser mit den trockenen Zutaten verbindet, verwendet man gerne geschmolzene oder zumindest erwärmte Butter. Milch und Zucker werden dann mit der Mehlmasse zu einem festen Teig verknetet.

Für weichere Chin Chin verwendet man: 1 kg Mehl, 150 ml Milch, 275 g Zucker, 250 g Butter.

Für sehr knusprige Chin Chin verändern sich die Mengenangaben etwas: 1 kg Mehl, 75 ml Milch, 200 g Zucker, 125 g Butter.

 

Der Teig wird auf einer vorab gemehlten Fläche einen Zentimeter dick ausgerollt und in etwa zwei bis drei Zentimeter große Rechtecke geschnitten. Dabei sollte der Teig nicht mehr als einen Zentimeter dick sein. Anschließend werden die Teigstücke in Sonnenblumenöl frittiert. Wenn die Chin Chins eine goldbraune Färbung angenommen haben, kann man sie herausnehmen. Die Nigerianer servieren Chin Chin mit gerösteten Erdnüssen und Bananen-Chips auf einer Snackplatte.

 

Chin Chin für Fortgeschrittene

Natürlich gibt es auch bei Chin Chin eine Vielzahl an Variationen. Die Mengenangaben variieren stark, denn in Westafrika backt man oftmals eher nach Gefühl. Der Teig kann beispielsweise mit Vanille, Zimt, geriebener Zitronenschale oder Muskatnuss gewürzt werden. Auch Schwarzaugenbohnen oder Backpulver sind in manchen Rezepten enthalten. Die Zugabe von Backpulver macht die Kekse später etwas weicher. Wer mag, ersetzt das herkömmliche Mehl durch Vollkornmehl, die Butter durch Margarine oder gibt ein Ei hinzu. Das Ergebnis schmeckt immer noch genauso gut.

Die Form ist ebenfalls Verhandlungssache: Chin Chin gibt es als Dreiecke oder zu kleinen Bällchen gerollt. Die kleinen Quadrate sieht man allerdings am häufigsten. Sie sind nicht nur am leichtesten herzustellen - sondern auch am leichtesten zu essen.
 

Tipp:

Backt Euer Chin Chin am besten ein bis zwei Tage bevor ihr sie servieren möchtet. Lasst das Gebäck etwa ein bis zwei Stunden abkühlen und bewahrt sie in einer gut verschlossenen Dose auf, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt. Nach ein paar Tagen Lagerung schmeckt Chin Chin noch besser. Luftdicht verschlossen ist das Gebäck übrigens einen Monat lang haltbar.

 

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