It’s Tea Time!

Die Briten sind eine traditionsbewusste Nation. Bereits seit über 200 Jahren zelebriert das Königreich die sogenannte Tea Time. Ein schöner Brauch, der jedoch einigen klassischen Regeln folgt.

Großbritannien steht für Tee wie kaum eine andere Nation. Dabei gewann das Heißgetränk erst zögerlich auf der Insel an Beliebtheit. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der erste Tee aus China importiert. Um 1700 bekam der Tee dank prominenter Unterstützung kräftigen Aufwind: Die damals regierende Königin Anne bevorzugte Tee zum Frühstück. Üblich war es eigentlich, ein Warmbier zu trinken. Daraufhin eröffneten Teegärten, die im Gegensatz zu den Kaffeehäusern auch Frauen offen standen. Um 1783 wurde die bis dato noch sehr hohe Teesteuer gesenkt, sodass das Getränk nun auch für die Mittelschicht erschwinglich war.

Das kleine Tief der Lady Anne

Die Erfindung der Tea Time, also des Nachmittagstees, wird einer Hofdame von Königin Victoria zugesprochen. Lady Anne, die Duchess von Bedford, klagte über ein Nachmittagstief. Damals war es üblich, nur zwei Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen: Frühstück und Abendessen. Sie beschloss, fortan am Nachmittag eine Kanne Tee und einen kleinen Snack zu sich zu nehmen. Später lud sie Freunde dazu ein. Die kleinen Tee-Partys waren so populär, dass sie in kürzester Zeit innerhalb der feinen Gesellschaft zum guten Ton gehörten.

Zur Tea Time gehört schwarzer Tee

Auch heute noch, lassen die Briten nichts auf ihre Tea Time kommen. Zwischen 15 Uhr und 17 Uhr ist es in Büros und sogar auf Baustellen üblich, einen Tee zu trinken. Bevorzugte Sorten sind Earl Grey, Darjeeling und Assam. Der Tee darf gerne etwas stärker sein, denn er wird mit einem Schuss Milch abgemildert. Streitig ist jedoch, ob erst die Milch oder erst der Tee in die Tasse kommt.

Gebäck und Snacks zum Tee

Zum Tee reicht man klassischerweise Scones. Das ist ein dichtes Gebäck aus Mürbeteig. Man bestreicht die Scones mit Butter oder Marmelade.  Aber auch kleine Kuchen und Herzhaftes wie Gurken- oder Ei-Sandwiches sind üblich. Ein anderer Klassiker zum Tee ist natürlich das Früchtebrot.

Nicht ganz so traditionell, aber sicherlich eine leckere Ergänzung zu einem kräftigen Tee, sind die Husarenkrapfen von das_kocherl aus unserer Rezeptbox. Sie werden auch aus Mürbeteig gebacken, haben dank der Johannisbeeren aber einen leicht säuerlichen Geschmack. Ein Wachmacher, den Lady Anne sicherlich zu schätzen gewusst hätte. 

Tipp:

Wenn es bei eurer Tee-Party einen Anlass zum Feiern gibt. Dann macht doch einfach einen Royal oder Champagne Afternoon Tea daraus. Zum Tee gibt es für die Gäste noch ein Glas Sekt oder Sherry. 

 

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