Macarons - Der Traum aus Baiser

Auf der Kaffeetafel sind Macarons kleine Prunkstücke. Klebrig-bunt und luftig-leicht, so müssen sie sein. Dann zergeht das Baisergebäck auf der Zunge. Beim Backen ist allerdings ein wenig Übung erforderlich.

Die Macarons werden oft unseren französischen Nachbarn zugesprochen. Dabei kommen sie eigentlich aus Italien. Das erkennt man schon am Namen: Im Venezianischen bedeutet macarone (oder maccherone) so viel wie „feiner Teig“. Mit Kokos-Makronen oder gar Maccheroni hat das eher wenig zu tun. Denn Macarons bestehen zu einem großen Teil aus Mandeln. Schon im alten Arabien soll sich ein ähnliches Gebäck beim Schah großer Beliebtheit erfreut haben. Bei der Besetzung Siziliens im 8. Jahrhundert kamen die Macarons dann anscheinend nach Europa. Aber erst Mitte des 16. Jahrhunderts brachte Caterina de' Medici die Macarons nach Frankreich. Dort sind sie nicht mehr wegzudenken.

Klassiker in allen Farben

Ein typischer Macaron besteht aus zwei Hälften, die mit einer Füllung zusammengeklebt werden. Dafür verwendet man eine Masse aus Eischnee und sehr feinem Mandelpulver. Der Eischnee wird vor dem Ausbacken nach Lust und Laune eingefärbt. Eischnee eignet sich dafür hervorragend. In den Schaufenstern der Bäckereien geht es entsprechend bunt zu. Für die Füllung wird häufig Marmelade verwendet, aber auch Vanillecreme oder Schokoladen-Ganache.

Macarons: Eine weltweite Revolution

Varianten des Baisergebäcks gibt es mittlerweile so viele wie die Farben des Regenbogens. Allein in Frankreich erheben gleich ein Dutzend Städte Anspruch darauf, das einzig wahre Macarons-Rezept erfunden zu haben. In Amiens wird das Mandelgebäck mit Honig und Früchten ergänzt. Im lothringischen Boulay sehen sie wie Makronen aus, in Cormery eher wie amerikanische Bagels. Auch jenseits der französischen Grenze gibt es Macarons in Hülle und Fülle. Die Japaner backen Macarons mit Erdnusspulver statt Mandeln und die Koreaner geben die Blätter des grünen Tees dazu. In Australien sind Macarons so beliebt, dass sie sogar Einzug in die McCafés gehalten haben.

Gourmet-Füllung für die Macarons

Wer sich an die große Backkunst wagt, der darf auch ein wenig kreativ sein. Macarons kann man als Dessert ungewöhnlich variieren. Versuchen Sie sich doch einmal an einer Ziegenkäse-Füllung. Auch Roquefort schmeckt gut zu dem süßen Baiser oder Frischkäse. Dazu passen confierte Früchte wie Beeren oder Birne.

Video-Tipp: In dem Video Enie backt von Sweet & Easy versucht sich die Moderatorin Enie van de Meiklokjes an Macarons. Mit Rat und Tat steht Ihr Laura Leising aus der "Makrönchen Manufaktur Berlin" zur Seite. In dem Video gibt es viele Tipps und Tricks für unerfahrene Macarons-Bäcker.

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