Whoopie Pie – Doppelt schmeckt besser

Cupcakes waren in den letzten Jahren die Helden der Kuchenteller. Jetzt laufen ihnen Whoopie Pies den Rang ab. Die traditionellen Doppeldecker-Kekse sind in den USA so beliebt, dass zwischen den Staaten Maine und Pennsylvania sogar ein handfester Whoppie-Krieg ausgebrochen ist.

Whoopie Pies für Einsteiger
Whoopie Pies sind den angesagten Cupcakes eigentlich recht ähnlich. Man könnte fast sagen, dass sie die bescheidene Sandwich-Variante der hochdekorierten Cupcakes sind: Der klassische Whoopie Pie besteht aus zwei weichen, gewölbten Schokoladenkeksen. Dazwischen liegt eine Cremefüllung mit Vanillegeschmack. Der Teig wird allerdings etwas dickflüssiger angerührt, als bei Cupcakes, damit die Kekse auf dem Blech nicht zerlaufen. Trotzdem soll der Keks schön weich und saftig bleiben, darum rührt man in traditionellen Rezepten Buttermilch oder Kaffee hinein. Durch die Zugabe von ungesüßtem Kakaopulver erhalten die Whoopie Pies die typische dunkelbraune Färbung.

Der Whoopie Pie wird hip
Ursprünglich kommen die Whoopie Pies aus dem Nordosten der USA, nämlich aus Maine und Pennsylvania. Seit ein paar Jahren breitet sich der Whoopie Pie landesweit aus. Von Bäckereien in New England über die Tankstellen-Tresen in Ohio haben es die Doppelkekse bis in die hippen Cafés in Manhattan geschafft. Sogar die eigentlich für ihre Cupcakes berühmte Magnolia Bakery – bekannt aus der Serie Sex and the City – verkauft Whoopie Pies wie warme Semmeln. Amerika ist im Whoopie Fieber.

Tortenschlacht um einen Keks
Und wer hat’s erfunden? Laut New York Times sollen die beliebten Küchlein eine Erfindung deutschstämmiger Amisch-Leute in Pennsylvania sein. Die Frauen buken aus Kuchenresten die kleinen Kekse und legten sie ihren Männern in die Vesperdose. Der Staat Maine machte den Whoopie Pie im März 2012 sogar zum offiziellen Naschwerk der Nation. Dem ging eine wahre Tortenschlacht zwischen dem nicht allzu weit entfernten Pennsylvania voraus, die den Whoopie Pie für sich beanspruchen. Trotz der Differenzen ist man sich in einer Sache im Nordosten weiterhin einig: Am besten schmeckt ein Whoopie Pie mit einem Glas frischer Milch – und zwar getunkt.

 

Backtipp: Whoopie Pies lassen sich in allen möglichen Formen und Farben herstellen. Für die Füllung kann man Buttercreme, Nutella, Sahne oder Marshmallow-Masse benutzen. Der Teig kann auch mit Kürbis- oder Karottenpürree, Butterkuchen- bzw. Lebkuchenteig hergestellt werden. Wer auf Cupcake-Glamour nicht verzichten möchte, verziert die Whoopie Pies mit Schokolade, Zuckerglasur oder Silberperlen. Teig und Füllung lassen sich übrigens auch sehr gut mit Lebensmittelfarbe einfärben.

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