Semmeln & Dampfnudeln (AU)

Ob zum Ski fahren oder wandern: Österreich ist immer einen Abstecher wert. Nicht zuletzt, weil unsere alpinen Nachbarn auch kulinarisch zu Höchstform auflaufen. Nach einem Tag in den Bergen vor einer heißen Dampfnudel zu sitzen, ist nicht nur für Naschkatzen ein Highlight. Werfen Sie mit uns einen Blick in österreichische Töpfe.

Los geht der Tag bei den Wienern mit einer krossen Semmel. Den Bayern mag das ein Begriff sein, dem Rest der Deutschen kommt das Wort vermutlich seltsam vor. In weiten Teilen des Landes spricht man hier von Brötchen. Die Hauptstädter nennen das Frühstücksgebäck trotzdem Schrippen und die Hamburger lieben ihre Rundstücke. Aber Semmeln sind eher unbekannt.
Dabei ist der österreichische Name eigentlich sehr treffend. Semmel kommt nämlich vom lateinischen Wort für Weizenmehl – simila. Die Römer kupferten das von dem assyrischen Samidu ab, was wiederum weißes Mehl bedeutet. Brot hingegen war auch im Mittelalter noch dunkel, Semmeln immer hell. Bis ins frühe 20. Jahrhundert war die Semmel fast ein Luxusgut und wurde an Festtagen und zu besonderen Anlässen gereicht. Wurde jemandem eine Semmel geschenkt, galt das als noble Geste.

Das Geheimnis der Dampfnudel ist die Kruste!
Ähnlich variantenreich wie die Bezeichnung der Semmel sind die Legenden um die Herkunft der Dampfnudel. Vielen als typisch österreichisch bekannt, streiten sich auch deutsche Bundesländer schon seit Jahren um die Dampfnudel. Allen voran Bayern und die Pfalz, die beide Anspruch auf die Spezialität erheben.
Vielseitig ist die Dampfnudel sowieso in jeglicher Hinsicht. Süß oder salzig, mittags oder abends, als Hauptgericht oder Nachspeise – satt macht sie immer, obwohl sie mit Pasta herzlich wenig zu tun hat. Dampfnudelteig besteht aus Mehl, Milch, Eiern, Zucker und Hefe. Der Clou: Die Teigkugeln werden in heißer Milch gedämpft. Zu einer richtigen Dampfnudel gehört auch eine krosse, goldige Kruste. Die entsteht dadurch, dass der Teig den Topfboden berührt, wenn die Flüssigkeit verdampft ist. Echte Dampfnudel-Fans schwören auf die klassisch-süße Variante mit Vanille- oder Weinschaumsoße. Eine leckere Alternative ist Apfelmus, beispielsweise mit Holunderblütensirup verfeinert. Aber es geht auch deftig - mit Pilzen oder Wildkräutern wird aus der Dampfnudel ein herzhaftes Schmankerl.

Rezept-Tipp: Probiert doch mal die leckeren Dampfnudeln unserer Redaktion :) 
 

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