Laktosefrei backen

„Hast du Sojamilch da? Ich vertrage keine Milch mehr. Ansonsten nehme ich den Kaffee auch gerne schwarz!“ Schon mal gehört? Oder selber betroffen? Laktoseintoleranz ist kein Einzelfall – fast 20 Prozent der Deutschen vertragen Milchzucker schlecht oder gar nicht. Doch ist es trotzdem möglich, ohne Molkereiprodukte zu backen? Ja! Laktosefreies Backen funktioniert. Und die Ergebnisse schmecken.

Milchzucker – ja, nein, vielleicht?

Die meisten Betroffenen vertragen Milchzucker (Laktose) noch eingeschränkt. Um Milchzucker zu verdauen, benötigt der Körper ein spezielles Enzym – die Laktase. Das Enzym spaltet die Laktose in die Einzelbestandteile Glukose und Galaktose. Ein Mangel löst Beschwerden wie Bauchweh aus, wenn man Milchzucker zu sich nimmt. Butter zum Beispiel hat einen vergleichsweise niedrigen Laktosegehalt – wer etwas Milchzucker noch vertragen kann, braucht darauf also nicht zu verzichten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann beim Backen auf laktosefreie Butter zurückgreifen. Öl, vegane Margarine, Butterschmalz sind Alternativen. Mit ein wenig Aufwand kann man „normale“ Butter auch vom Milchzucker befreien – Butter dazu köcheln lassen, bis sich der Milchzucker absetzt – im Anschluss die flüssige Butter sieben.

Backen ohne Milch

Zum Kaffee ist beispielsweise Sojamilch für viele erst einmal gewöhnungsbedürftig. Besonders dann, wenn man sein Leben lang Kuhmilch getrunken hat. Die Konsistenz ist etwas anders, die Farbe und eben auch der Geschmack – wobei man nicht jede Sojamilch in einen Topf schmeißen kann. Je nach Hersteller gibt es große Unterschiede. Beim Backen fallen diese nicht wirklich auf – Sojamilch ist hervorragend dafür geeignet. Optional kannst Du auch auf Reismilch, Mandelmilch und Hafermilch zurückgreifen. Reismilch und Mandelmilch sind vergleichsweise dünnflüssig, während Hafermilch in etwa so dickflüssig wie Vollmilch ist. Getreidemilch kannst Du übrigens auch selber herstellen: Dazu einfach das Getreide mit sechsmal so viel Wasser mischen, über Nacht quellen lassen und danach pürieren.
 

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