Backen im Herbst

Im Herbst gibt es nur eines: Die Lieblingsstrickjacke angezogen und ab an den Backofen. Denn gibt es etwas Schöneres, als es sich mit einem Stück frischgebackenem Kuchen zu Hause gemütlich zu machen und draußen den bunten Blättern zuzuschauen? Herbstliche Kuchen und Torten runden die ersten kühleren und stürmischen Tage ab.

Obstkuchen: Herbst vom Blech

Der Sommer mag vorbei sein, doch Mutter Natur versorgt uns auch im Herbst noch mit vielen leckeren Backzutaten. Äpfel und Birnen beispielsweise sind echte Tausendsassa: Gesund, lecker, vielseitig. Zusammen mit Nüssen und Mandeln werden sie zu einem absoluten Herbstklassiker. Hier ist ein einfaches und schnelles Apfelkuchen-Rezept. Aber auch Zwetschgen und Pflaumen sind jetzt erst richtig schön saftig - der süßsaure Duft von Pflaumenkuchen zieht durch die Häuser. Im Oktober gibt es auch noch frische Aprikosen und Brombeeren. Quitten werden sogar noch bis in den November hinein geerntet. Herbstfrüchte haben das Jahr über viel Sonne getankt und schmecken daher besonders süß und intensiv. Man muss gar nicht viel tun, um einen leckeren Kuchen zu backen. Auf einem schlichten Blechkuchen kommen die reifen Früchtchen mit frischer Sahne toll zur Geltung. Lediglich Quitten müssen ein wenig bearbeitet werden: Als Kompott oder Gelee schmecken die leicht herben Früchte toll zu Meringue.

Gewürze: Kräftige Aromen wecken die Lebensgeister

Wenn draußen der Wind um die Häuser pfeift, und die Erkältung hinter der nächsten Ecke wartet, sind kräftige Gewürze eine Wohltat. Ingwer beispielsweise ist bekannt dafür, das Immunsystem zu stärken. Als Backzutat kann man ihn in Pulverform in den Teig streuen. Auch Zimt und Karamell geben dem Kuchen eine herbstliche Note. Ein bisschen Extrawärme von innen spendet ein Schuss Rum im Teig. Alternativ kann man auch auf Rumaroma oder Bittermandelöl zurückgreifen. Genauso kann man bewährte Zutaten wie Vanille, Anis, Kreuzkümmel, Muskat, Kaffee oder Likör verwenden. Hauptsache aromatisch!

Süßkartoffel & Kürbis: Exoten zu Erntedank

In den amerikanischen Backöfen schmurgeln im Herbst auch Knollen, beispielsweise die Süßkartoffel. Dazu schmecken Pecannüsse und Karamell besonders lecker. Für einen typisch amerikanischen Süßkartoffel-Kuchen legt man eine Form dünn mit Mürbeteig aus. Gefüllt wird der Kuchen mit einer Mischung aus Süßkartoffelpüree, Butter, Eiern, Rohrzucker und etwas Milch. Nach Belieben würzt man noch mit Ingwer und Zimt. Der Kuchen wird dann bei mittlerer Hitze etwa 50 Minuten ausgebacken. Serviere den Kuchen noch warm mit etwas Karamellsirup.

Kürbis ist bei den Amerikanern nicht nur zu Halloween und am Erntedankfest ein Muss. Den gesamten Herbst über kommt das Schwergewicht auf den Tisch und ist übrigens auch in unserem leckeren Kürbiskuchen als Hauptzutat verbacken. Wie wäre es zur Abwechselung mal mit einem Kürbisstrudel oder dieser leckeren Kürbiskuchenvariante. Oder zaubere doch mal eine Kürbis-Toffee-Rolle. Dafür ersetzt man etwa ein Drittel des Fettanteils mit püriertem Kürbis und backt einen lockeren Biskuitteig aus. Auch hier darf der Teig mit Zimt, Ingwer & Co. verfeinert werden. Gib dann Walnüsse und zerstoßene Karamellbonbons auf den Teig, bevor Du ihn mit einer steifen Rum-Sahnecreme bestreichst. Rolle den Teig dann zu einer Biskuitrolle auf. Dekoriert wird die Rolle mit Puderzucker und Karamellsirup.
 

Deko-Tipp zum Backen im Herbst: Feste Kuchen lassen sich mit einem Kastanienblatt sehr schön dekorieren. Glasiere den Kuchen mit dunkler Schokolade. Wenn die Glasur getrocknet ist, lege ein Kastanienblatt auf den Kuchen und bestäube die Oberfläche drum herum mit Puderzucker. Wenn Du das Blatt entfernst, bleibt eine schöne Blattform auf dem Kuchen erhalten.

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