Backen fürs Baby

Getreide spielt in der Ernährung für Babys eine große Rolle: Hirse, Dinkel und Hafer stehen weit oben auf dem Speiseplan. Meist wird das Getreide im Brei oder mit Milch gefüttert. Selbstgebackenes ist allerdings auch eine Alternative.

Beikost besteht klassischerweise aus Brei. Allerdings nimmt der Trend immer mehr zu, dass Babys selbstbestimmt essen. Die Kleinen dürfen auf Obst- und Gemüsestücken nach Lust und Laune herumlutschen. In der Regel beginnt die Beikost ab 7 Monaten. Dabei ist nicht das Alter, sondern die Entwicklung des Kindes wichtig. Es sollte möglichst eigenständig sitzen, selbständig greifen und den Kopf gut halten können. Ab einem gewissen Alter sind auch Kekse und Brot für Babys geeignet. Viele Babys beginnen, sich ab dem 9. bis 12. Monat für Backwaren zu interessieren. Allerdings beißen die Kleinen dann noch auf den Zahnleisten. Bis das Gebiss vollständig ist, dauert es noch einige Zeit. Darum ist es für Babys deutlich anstrengender, Brot zu essen.

Welches Brot ist geeignet?

Babys und Kleinkinder sollten möglichst keinen Zucker oder sonstige Zusätze zu sich nehmen. Auch zu viel Salz und Eiweiß können einen kleinen Körper stark belasten. Darum ist Selbstgebackenes für euren Nachwuchs eine gute Wahl, so wisst ihr genau, was enthalten ist. Besonders geeignet sind Vollkornprodukte, denn sie enthalten viele Ballast- und Mineralstoffe. Dazu liefern sie wichtige Vitamine und ungesättigte Fettsäuren. Das sind wertvolle Inhaltstoffe, die dem Weißmehl fehlen. Weizenvollkornbrot, Dinkelbrot und Roggenbrot sind für Babys daher die bessere Wahl. Das Mehl sollte möglichst fein gemahlen sein. Nüsse, Körner oder Leinsamen gehören nicht in ein Baby-Brot, da sich die Kleinen daran verschlucken könnten.

Babys brauchen keinen Zucker

Babys schmecken viel intensiver als Erwachsene. Erst im Laufe der Zeit gewöhnt sich ein Kind an den Zucker und entwickelt eine Vorliebe für Süßes. Darum ist es gar nicht nötig, Zucker zu verwenden. Auf künstliche Zuckeraustauschstoffe sollte man sowieso ganz verzichten, wenn man für Babys oder Kleinkinder backt. Wer die Backwaren trotzdem etwas süßen möchte, greift am besten auf natürliche Alternativen zurück, beispielsweise auf Agaven- oder Birnendicksaft. Honig ist für Babys unter einem Jahr gänzlich ungeeignet, denn er enthält Bakterien, die eine seltene Krankheit namens Säuglingsbotulismus auslösen können. Zwar enthalten industriell hergestellte Babykekse und Brei oftmals Honig. Dieser wird jedoch unter Druck erhitzt, was die Bakterien abtötet. Das reine Erhitzen im heimischen Backofen reicht nicht aus.

Ein Rezept für ein pures Dinkelbrot findet ihr in unserer Rezeptbox. Den Zucker könnt ihr komplett weglassen und das Salz auf eine Prise reduzieren. Wir sind gespannt, ob es euren Sprösslingen schmeckt. 
 

Tipp:

Damit ein Baby das Brot gut essen kann, entfernt man die Kruste und schneidet es in kleine, quadratische Stücke. Als Belag bietet sich im ersten Lebensjahr ein wenig Butter oder etwas Apfelmus an. 

 

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