Kuchen ärgere dich nicht

Zwei Dinge bringen eine ganze Familie an den Tisch: Ein lustiger Spieleabend und ein leckerer Kuchen. Als Verfechter der Backkünste wagen wir uns heute an ein ganz besonderes Experiment, denn wir verbinden einfach beides und backen uns ein Brettspiel.

In vielen Kinderzimmern stapeln sich die Spielesammlungen ab dem Kindergartenalter. Brettspiele gehören einfach dazu und können der Retter an verregneten Wochenenden sein. Trotzdem hat man es in der Familie manchmal mit hartnäckigen Spielemuffeln zu tun, mal sind es die älteren Geschwister, mal die gestressten Eltern höchstpersönlich. Aber wir sind sicher, mit einem selbstgebackenen Spielbrett überzeugen Sie auch die heimischen Spaßbremsen zu einer Spielrunde. Immerhin lockt am Ende eine süße Belohnung.

So wird Backen zum Kinderspiel

Spielbretter haben meist ein recht einfaches Design, allen voran natürlich Schach und Backgammon. Aber auch Klassiker wie Scrabble, Monopoly und Die Siedler von Catan haben ein eher schlichtes Brett. Es ist daher gar nicht so schwierig, wie man denkt, ein Spiel nachzubacken. Die Grundlage kann jeder feste Rührkuchen sein, beispielsweise unser Blitzkuchen. Lassen Sie lediglich den Belag weg, denn die Oberfläche des Kuchens sollte möglichst glatt sein. Das Wichtigste bei diesem Kuchenprojekt ist schließlich die Dekoration.

Besonders viele Möglichkeiten bietet Fondant. Das ist eine Zuckerpaste, die ausgerollt und auf den Kuchen gelegt wird. Fondant lässt sich sehr gut färben, schneiden und ausstechen. Für Deko-Objekte ist Marzipanrohmasse perfekt geeignet, denn sie ist ebenfalls in alle möglichen Farben verwandelbar und besonders leicht zu verarbeiten. Damit lassen sich beeindruckende Torten gestalten, allerdings hält gerade die Arbeit mit Fondant einige Tücken parat und erfordert etwas Übung.

Mensch-ärgere-dich-nicht zum Anbeißen

Wer die Bastelei am Kuchen zunächst einfach halten möchte, bedient sich am besten der bewährten Kuvertüre. Der Kuchen wird nach dem Backen in quadratische Form geschnitten und komplett mit heller oder dunkler Kuvertüre überzogen. Die Schokoladenglasur muss auch die Seiten vollständig abdecken und sehr gut durchtrocknen, bevor man das Spielbrett auftragen kann.

Für ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Brett (gesehen auf www.chefkoch.de) beispielsweise benötigt man noch eine Reihe an Feldern: weiße Felder für den Umlauf und farbige Felder für die Start- und Zielfelder der vier Spieler. Die Felder kann man recht einfach aus Zuckerguss-Klecksen herstellen. Während die Kuvertüre auf dem Kuchen trocknet, geben Sie etwa 10-Cent große Kleckse auf einen Bogen Backpapier. Für die Start- und Zielfelder färbt man die Glasur mit Lebensmittelfarbe ein. Die Zuckerguss-Felder werden später vom Backpapier abgezogen und mit einem kleinen Tropfen frischer Glasur auf dem mit Schokolade bezogenen Kuchen festgeklebt. Die Spielfiguren kann man aus gefärbter Marzipanrohmasse kneten.

Nach einer spannenden Partie gebührt selbstverständlich dem Sieger die Ehre, den Kuchen anzuschneiden. Viel Spaß – beim Backen UND beim Spielen.

Zusatztipp - Gummibärchen & Co.: Es lohnt sich in der Süßwarenabteilung etwas genauer hinzuschauen, denn vieles lässt sich für ein Spielbrett zweckentfremden: Weiße Schokolinsen werden zu Spielfeldern, abgerollte Lakritzschnecken zu Spielfeldbegrenzungen. Oder lassen Sie beim Schach Schlümpfe gegen Gummibärchen antreten. Papa Schlumpf ist dann der König.

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