Zack die Bohne – Kleine Kakaokunde

Bei den Azteken war Kakao viel mehr als nur ein Schlaftrunk: Die Pflanze wurde als ein Geschenk der Götter betrachtet. Ihre Bohnen waren ein wertvolles Zahlungsmittel und kein Krieger zog davon, ohne den Kraft spendenden Trank aus Kakao, Mais, Vanille und Cayennepfeffer zu trinken. Das „braune Gold“ der Azteken ist auch für kleine Helden am Backofen unverzichtbar.

Von der Bohne zum Pulver

Eine Kakaobohne durchläuft einige Schritte, bis sie letztendlich gemahlen wird. Das Kakaopulver entsteht erst, wenn aus der flüssigen Kakaomasse etwa zwei Drittel der Kakaobutter herausgepresst werden. Übrig bleibt das trockene Kakaopulver. Was viele nicht wissen: Ungesüßtes Kakaopulver gibt es in zwei Sorten. Da ist einmal das natürliche, ungesüßte Kakaopulver, und dazu das alkalisierte Pulver. Letzterem werden Alkalisalze hinzugegeben. Alkalisalze neutralisieren die natürliche Säure im Kakao und geben ihm gleichzeitig eine dunklere Färbung. Das natürliche Kakaopulver erkennt man daher daran, dass es heller ist. Es schmeckt aber auch etwas fruchtiger, das alkalisierte Kakaopulver schmeckt milder mit einer leicht nussigen Note.

Das richtige Kakaopulver

Einen Unterschied gibt es auch beim Backen: Das alkalisierte Kakaopulver enthält nur noch wenig Säure, darum reagiert es nicht mit Natron. Wer mit Natron backt, statt mit Backpulver, sollte daher natürliches Kakaopulver verwenden. Denn Natron benötigt Säure, damit es seine Wirkung entfalten kann. Da heutzutage aber meistens Backpulver verwendet wird, spielt es keine Rolle, ob das Kakaopulver alkalisiert ist oder nicht.

Kakao im Kuchen

Kakaopulver wird in erster Linie verwendet, um dem Teig eine dunkle Färbung zu geben. Dafür gibt man das Pulver am besten schon früh in den Teig, nämlich bevor die feuchten Komponenten hinzukommen. So kann man das Kakaopulver auch direkt unter das Mehl mischen. Dadurch verteilt sich das Pulver besser und man erhält später keine Klumpen. Zwar schmeckt man den Kakao im Teig heraus, ein richtig schokoladiges Aroma erhält man aber nicht nur durch das Pulver alleine. Wenn man einen intensiven Geschmack, zum Beispiel für eine Schokoladentorte möchte, braucht es noch weitere Zutaten. Kakaopulver wird dann in Kombination mit anderen Schokoladensorten verwendet, z.B. mit Kuvertüre oder Schokolade.

Kakao macht glücklich!

Neben Farbe und Geschmack hält das süße Pulver auch noch einige wertvolle Inhaltstoffe parat. Beispielsweise wirkt sich Kakao positiv auf die Stimmung aus. Das liegt an den Wirkstoffen Serotonin und Dopamin – beides sind natürliche Glückshormone. Außerdem liefert Kakao viele Flavanole. Die wiederum sorgen dafür, dass unsere Blutgefäße schön frei bleiben. Das ist gut für den Blutdruck und kann dazu beitragen, dass das Schlaganfallrisiko vermindert wird.

Trotzdem sollte man es mit dem Kakao nicht übertreiben: viele Sorten sind nämlich kleine Kalorienbomben.

Zusatztipp: Kakaopulver kann man bis zu einem Jahr problemlos an einem kühlen Ort in einem geschlossenen Behälter aufbewahren. Manchmal bilden sich doch Klumpen. Die kann man schnell lösen, in dem man das Pulver mit einem Schneebesen rührt oder es durch ein Sieb gibt.

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