Ein bisschen Süden – Backen mit Orangen

Lecker, süß, vielseitig und gesund: Orangen gehören selbstverständlich auf die vorderen Plätze der beliebtesten Früchte – und das auch beim Backen. Der ausgepresste Orangensaft macht den Kuchen nämlich schön saftig, das Fruchtfleisch erfrischt und die Schale aromatisiert. So sind Orangen in der Backkunst weit mehr als natürliche Dekoration und rundum verwertbar.

Nördlich der Mainlinie wird die Orange häufig Apfelsine genannt. Der Name bedeutet „Apfel aus China“ – dem ursprünglichen Herkunftsland der leckeren Frucht. In Europa werden Orangen von August bis Oktober geerntet, dennoch sind sie bei uns ganzjährig erhältlich, da viele Orangen von den beiden größten Orangenproduzenten Brasilien und USA importiert werden. Die Auswahl scheint schier unbegrenzt, denn weltweit gibt es heute etwa 400 verschiedene Orangen-Sorten.


Perfekte Orangen – Tipps zum Kauf und zur Zubereitung
Nach der Ernte wird oftmals die natürliche Schutzschicht von Orangen abgewaschen und mit Wachs ersetzt. Wer die Orangenschale verwenden mag, sollte daher besser auf Bio-Orangen zurückgreifen. Der Begriff „unbehandelt“ weißt lediglich darauf hin, dass die Apfelsinen frei von Konservierungsstoffen und Pestizidrückständen sind. Eine grüne Farbe ist übrigens kein Hinweis auf mangelnde Reife, sondern bei Orangen aus einer frühen Ernte normal. Die Größe ist auch nicht unbedingt ein Zeichen für Qualität – oft sind die kleinen Früchte nämlich süßer und saftiger als ihre größeren Artgenossen. In der Backkunst bewährt haben sich vor allem Navel- und Navelina-Orangen mit einer vergleichsweisen dicken Schale. Dünne feine Streifen, also die sogenannten Zesten, lassen sich mit einem Zestenreißer bestens entfernen. Vor dem Abreiben der Orangenschale sollte man die Früchte aber heiß abwaschen und mit einem Küchentuch sorgfältig trocken reiben.

Dekorativ und saftig - Back-Rezepte mit Orangen 
Wie man bei unserer beliebten Mandeltorte sieht: Das Filetieren von Orangen lohnt sich nicht nur geschmacklich, sondern vor Allem auch optisch. Dazu einfach oben und unten eine Scheibe abschneiden, sodass die Apfelsine eine Standfläche hat. Anschließend auf eine der nun flachen Seiten stellen und mit einem scharfen Messer die Schale vorsichtig so dick abschneiden, dass die weiße Haut komplett mit entfernt wird. Nun können die Filets einfach zwischen den Trennhäuten herausgeschnitten werden.

Auch die Orangen-Erdbeer-Creme-Törtchen von Communitymitglied Veronika1990 lassen sich damit gut verzieren. Eine größere Rolle spielt die Frucht hingegen bei der Pistazien-Orangenrolle - ganze acht Apfelsinen kommen hier zum Einsatz. Zwei Apfelsinen weniger werden beim anspruchsvollen Rezept für die Gewürzorangentorte von Heiko F verwendet. Zu unseren Favoriten gehört unteranderem auch der Kürbiskuchen mit abgeriebener Orangenschale, der nicht nur saftig schmeckt, sondern auch als Vitaminbooster zu überzeugen weiß.   

Tipp: Riecht fantastisch und schmeckt noch besser: Bio-Orangenschalen bei 60 Grad bis zu vier Stunden im Backofen auf einem Backbleck trocknen lassen und anschließend zerkleinern. Die groben Stücke eignen sich gut für die Salz- oder Pfeffermühle und geben den Gewürzen ein frisches Aroma.

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