Fladenbrot – Eine runde Sache

Unscheinbar liegt es in den Regalen türkischer Imbisse: Das Fladenbrot. Dabei handelt es sich bei den großen, runden Laiben um das älteste Brot der Welt. Und nicht nur das. Fladenbrote sind auch das am häufigsten verzehrte Brot. Von Afrika über den Orient bis nach Indien gibt es das Fladenbrot in allen möglichen Varianten. Nur eines, das haben alle Fladenbrote gemeinsam – sie sind platt wie eine Flunder.

Wir sind nicht ganz sicher, ob die flache Form der Fladenbrote nicht ein Ausdruck kaufmännischer Hellsichtigkeit ist. Schließlich lassen sich Fladenbrote extrem gut stapeln. Zu besichtigen ist das immer wieder in türkischen Supermärkten, in denen die Brote für wahre Dumpingpreise in Massen über die Theke gehen. Vielleicht ist das Fladenbrot auch darum ein so missverstandenes Brot. Sein Schnellimbiss-Image aus Gyros, Döner & Co. eilt dem Fladenbrot leider voraus. Und zuhause kommt es allemal als günstiger Magenfüller am Partybuffet auf den Tisch. Dabei kann ein Fladenbrot ein leckerer Gruß aus dem Morgenland sein und Du kannst es ganz leicht selbst backen.

Kleine Fladenbrot-Kunde

In Indien ist das Fladenbrot meist sehr dünn. Vielleicht kennst Du das Papadum aus dem indischen Restaurant. Dort wird es mit Chutneys als Amuse-Gueule gereicht. Auch die arabischen Brote sind eher flach. Sie heißen Khubz und sind sehr gut als Teigtasche zu verwenden. Einfach aufschneiden und füllen. Auch in der Türkei gibt es sehr dünnes Fladenbrot, das Yufka. Bekannter ist bei uns allerdings das weiche und dickere Pide. Ein ganz ähnliches Brot gibt es bei den Griechen. Dort heißt es Pita. Diese Form des Fladenbrots ist auch die bei uns bekannteste neben der italienischen Foccacia.

Fladenbrot selber backen

Rezepte für das Fladenbrot gibt es so viele wie Geschichten von Scheherazade. Für das fluffige Pide kannst Du aber einfach einen Hefeteig als Basis nehmen. Mit zwei bis drei Esslöffeln Olivenöl bekommt der Teig noch eine mediterrane Note. Den Teig formt man zu einem etwa fünf Zentimeter hohen, runden Fladen. Bevor Du das Brot in den Backofen gibst, kannst Du noch nach Lust und Laune Kümmel, Salz oder Sesam darüber streuen. Es gibt auch tolle Rezepte mit Vollkorn oder in der schnellen Variante mit Backpulver statt Hefe. Frisch aus dem Backofen schmeckt das Fladenbrot dann am besten mit frischen Zutaten. Ein leckerer Kräuterquark oder eine Salatfüllung mit Thunfisch sind der perfekte Mittagssnack an heißen Tagen.

Zusatztipps: Mach doch mal gefüllte Fladenbrot-Ecken als Pausenbrot für Deine Kinder. Mit Frischkäse bestrichen schmeckt das Brot schön frisch, ohne, dass es zu sehr aufweicht. Paprikastreifen, Tomaten- oder Gurkenscheibe lassen sich darin prima verstecken. Oder Du machst am Abend vorher einen Gemüsedip: Gewürfelte Zucchini, Frülingszwiebeln und Möhren mit Crème fraîche vermischen. Zerdrückte weiße Bohnen hinzugeben und die Masse mit Salz, Pfeffer, Kräutern und einem Schuss Olivenöl abschmecken.

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