Vollkornbrot: Gesunder Sattmacher

Für das neue Jahr haben sich 44 Prozent der Deutschen vorgenommen, gesünder zu essen. Ein selbst gebackenes Vollkornbrot ist dafür eine gute Maßnahme. Denn es enthält viel mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weiß- oder Graubrot. Außerdem hält es länger satt. Ein Vorteil, der auch dem populärsten aller guten Vorsätze entgegen kommt: mehr auf die Linie achten.

Vollkornmehl heißt so, weil es aus Getreide hergestellt wird, von dem das gesamte Korn verwendet wurde. Das bedeutet, es wird nicht nur wie bei herkömmlichem Weizenmehl der Mehlkörper des Korns verwendet, sondern auch die Schale und der Keimling. Dadurch enthält das Vollkornmehl mehr Ballaststoffe, die stecken nämlich zu einem großen Teil in der Schale. Die Ballaststoffe sind für den Körper schwer zu verdauen, sodass das Sättigungsgefühl länger anhält. Außerdem färbt die Schale das Vollkornmehl ein wenig dunkler als Weizenmehl. Darum ergibt Vollkornmehl meistens ein dunkleres Brot.

Dunkles Brot ist nicht immer Vollkornbrot

Trotzdem ist längst nicht jedes dunkle Brot im Supermarkt oder in der Bäckerei ein Vollkornbrot. Heutzutage wird der Teig häufig mit Malz oder Rübensirup gefärbt. Andererseits kann auch Vollkornmehl sehr hell erscheinen, je nachdem wie das Mehl verarbeitet wurde. Beim Einkauf sollte man daher darauf achten, dass Vollkornmehl (oder Vollkornschrot) die Zutatenliste anführt. Denn nur wenn mindestens 90 Prozent Vollkornmehl enthalten sind, darf Vollkornbrot auf der Verpackung stehen. Ob Vollkornroggen- oder Vollkornweizenmehl verwendet wird, spielt dabei keine Rolle.

So fix geht Vollkornbrot

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, backt sich das Vollkornbrot am besten selber. Rezepte gibt es in allen möglichen Variationen, meistens als Sauerteig oder mit Hefe. Einen sehr schnellen Brotteig macht man so: Ein Päckchen Hefe mit etwa 450 ml warmem Wasser verrühren. 500 g Vollkornmehl (z.B. Weizen oder Dinkel), 2 TL Salz, 2 Esslöffel Obstessig und 150 Körner (z.B. Leinsamen, Nüsse, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne) hinzugeben. Den Teig gut durchkneten und bei etwa 180 ° C in einer Kastenform eine Stunde backen.

Dazu passt ein fettarmer Gemüsedip aus heimischer Fertigung: Geschälte Dosentomaten abspülen und klein hacken. Magerquark mit einem Schuss Olivenöl, fein gehackten Zwiebeln, etwas Knoblauch, Basilikum, Salz, ein wenig Tomatenmark und Paprikapulver glatt rühren. Zum Schluss die Tomatenwürfel unterheben – fertig.

Zusatztipp: Brotbackmischungen sind praktische Küchenhelferlein, wenn es ganz besonders schnell gehen muss. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und schmeckt oft genauso gut, wie der selbstgemischte Teig. Eine solche Vollkorn-Backmischung findet sich zum Beispiel in unserem Rezept Sonnenblumenbrot mit Basilikumpesto. Viel Spaß beim Genießen!

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