Backen für Diabetiker

Wer unter Diabetes leidet, muss seine Ernährungsgewohnheiten umstellen. Dazu gehört, Zucker und Kohlenhydrate zu reduzieren. Und die stecken nun einmal in leckeren Torten und Kuchen. Die Diagnose bedeutet jedoch nicht, dass damit das letzte Stück Kuchen gegessen ist. Mit ein paar Tricks kann man Kuchen und Torten nämlich für Diabetes-Patienten verträglich machen.

Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit, die oft leicht verniedlichend Zuckerkrankheit genannt wird. Immer mehr Menschen erkranken daran, was viel mit unserem veränderten Essverhalten zu tun hat. Übergewicht und Bewegungsmangel sind die häufigsten Gründe für eine Erkrankung. Darum sind mittlerweile auch viele junge Menschen, sogar Teenager, davon betroffen.

Zucker: Weniger ist mehr

In Supermärkten gibt es schon lange ein eigenes Regal mit Produkten für Diabetiker. Hier findet man auch Kekse und Schokolade. In Diabetiker-Produkten wird der Zucker durch Ersatzstoffe ausgetauscht, beispielsweise Stevia, Erythritol und Xylit. Das kann man natürlich auch im Teig tun. Allerdings ist es doch etwas anderes, ob man in den Kaffee Süßstoff gibt statt Zucker, oder aber eben einen Kuchen backt. Süßstoff verändert nämlich den Geschmack, aber auch die Färbung. Die Kuchen fallen meist heller aus und gehen nicht so gut auf. Hier gilt es einfach, ein wenig mit Zuckerersatzstoffen zu experimentieren, bis man das Produkt gefunden hat, das am besten zum Rezept passt.

Alternativ kann man zumindest den Zuckeranteil reduzieren. Ein Viertel kann man problemlos weglassen, ohne, dass der Geschmack allzu sehr leidet, oft sogar ein Drittel oder die Hälfte. Vollkornprodukte lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, damit sind sie generell für Diabetiker besser geeignet. Darum empfiehlt es sich, im Rezept das herkömmliche Weißmehl einfach durch Vollkornmehl zu ersetzen. Probiert doch mal das Rezept für den Grundteig für Muffins aus unserer Rezeptebox, versucht es statt mit dem Zucker mit Stevia und streut statt des Puderzuckers ein paar Haferflocken über die Muffins, bevor sie in den Backofen gehen.

Fettanteil reduzieren

Wie ihr den Fettanteil reduzieren könnt, erfahrt ihr in unserem Artikel über veganes Backen. Joghurt oder Quark sind gute Ersatzprodukte für Diabetiker. Sojamilchprodukte haben einen geringeren Fettanteil und weniger Kohlenhydrate als herkömmliche Milchprodukte. Damit sind sie nicht nur für Veganer, sondern auch für Diabetiker die bessere Wahl. Apfelmus kann ebenfalls verwendet werden, aber Achtung: Auch Fruchtzucker kann den Blutzuckerspiegel eines Diabetikers aus dem Gleichgewicht bringen. Gleiches gilt übrigens auch für Zuckerersatzstoffe wie Agaven- oder Birnendicksaft.

Zusatztipp - Die Verwendung von Zuckerersatz: Süßstoffe sind in der Regel deutlich süßer als Zucker. Verwendet man beispielsweise Stevia, dann entsprechen 100 g Zucker gerade einmal einem Teelöffel Stevia. Damit sich das Teigvolumen nicht zu stark verändert, ist es daher sinnvoll, von den anderen Zutaten etwas mehr zu verwenden.

Social-Media

      

Newsletter

Anmelden