Backen ohne Gluten

Die Glutenunverträglichkeit ist auf dem Vormarsch: Bereits ein Prozent der Bevölkerung verträgt das Eiweiß nur schlecht oder gar nicht. Der Verzehr von normalen Backwaren führt zu Magenkrämpfen und Verdauungsstörungen. Damit das nicht passiert, haben wir mal in unserer Rezeptbox gestöbert und leckere Rezeptideen zutage gefördert.

Was ist Gluten?

Gluten wird meistens mit Weizen bzw. Weizenmehl in Verbindung gebracht, aber man findet es auch in Roggen und Gerste. Das Protein Gluten ist in Teigwaren wichtig, weil es die nötige Elastizität herstellt und dafür sorgt, dass der Teig aufgeht. Spuren von Gluten findet man aber auch in Produkten, in denen Getreide verwendet wird, so beispielsweise in manchem Salatdressing oder sogar in Zahnpasta!

So geht glutenfreies Backen

Glutenfreies Backen kann eine kleine Herausforderung sein, weil Gluten eben eine wichtige Backzutat ist. Aber die gute Nachricht für alle Allergiker vorneweg – es ist möglich! Gerade bei Keksen beispielsweise ist Gluten nicht unbedingt erforderlich, weil Kekse sowieso oft flacher ausgebacken werden und etwas fester sind. Hier kann man einfach mit einem glutenfreien Mehl arbeiten. Unsere Haferkekse könnt ihr ebenfalls glutenfrei backen, indem ihr einfach Reis- statt Weizenmehl verwendet. Beim Backen von Kuchen oder Brot ist es schon etwas schwieriger, denn der Teig braucht die richtige Konsistenz und muss an Volumen gewinnen. Wer will schon einen knochenharten, flachen Kuchen? Da hilft Stärke. Und so macht man es auch in dem saftigen Bananenkuchen aus unserer Rezeptbox. Lecker!

Rezept: Glutenfreies Allzweckmehl

Wenn ihr häufiger glutenfrei backen möchtet, mischt euch am besten vorab euer eigenes glutenfreies Allzweckmehl. Verwendet 700 g glutenfreies Mehl wie Reismehl, Buchweizenmehl oder Quinoa und gebt 300 g Stärke (zu Beispiel Pfeilwurzelmehl, Kartoffel- oder Maisstärke) hinzu. Ihr könnt auch verschiedene Mehl- und Stärkesorten zusammenmischen, solange ihr euch an die 70/30-Regel haltet. In normalen Backrezepten ersetzt ihr dann einfach das herkömmliche Mehl durch eure glutenfreie Mehlmischung. Falls ihr selber mit euren Rezepten experimentieren möchtet, kann es sein, dass ihr die Backpulvermenge anpassen müsst. Als Faustregel gilt: Auf je 150 g glutenfreies Mehl kommen 2 Teelöffel Backpulver. Nach einem Testlauf könnt ihr die Backpulvermenge dann ggf. reduzieren.

Eier statt Mehl

Ein anderer Trick ist, Eier anstelle von Mehl zu verwenden. Eier können nämlich die gleichen Effekte in einem Teig erzielen wie Gluten: Sie haben bindende Eigenschaften und verbessern die Textur des fertigen Kuchens. In glutenfreien Rezepten findet man daher oft eine hohe Anzahl an Eiern, dafür aber eben gar kein Mehl. Bei diesem glutenfreien Schoko-Nuss-Kuchen ist das hervorragend gelungen. Schokogenuss pur!

Zusatztipp - Glutenfreies Mehl aufbewahren: Glutenfreies Mehl bewahrt man besser im Kühlschrank auf, damit es frisch und möglichst feucht bleibt. Vor dem Backen sollte das Mehl jedoch erst auf Zimmertemperatur gebracht werden.

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