Vegan Backen

Keine Eier. Keine Butter. Keine Milch oder Sahne. Und trotzdem Kuchen, Torten und Quiche? Dass das geht und obendrein noch klasse schmeckt, kann man mit vielen Rezepten selber testen. Vegan liegt im Trend und wer weiß, wann der erste vegane Besucher an eurer Kaffeetafel die Kuchengabel zückt. Seid besser vorbereitet!

Wer vegan backen möchte, muss eigentlich „nur“ die tierischen Zutaten durch pflanzliche ersetzen. Das klingt leicht, fällt am Anfang aber schwer. Denn es gibt nicht unbedingt immer die ultimative Lösung für ein bestimmtes Produkt. Es kommt auch immer etwas auf das Rezept und die übrigen Zutaten an. Ein wenig Experimentierfreude gehört also dazu. Das Ergebnis kann sich in aller Regel jedoch sehen lassen. Denn im Geschmack können vegane Backwaren locker mithalten.

Backen ohne Eier

Man muss gar nicht unbedingt vegan leben, um vor der Herausforderung zu stehen, Kuchen ohne Eier zu backen. Schließlich sind genügend Menschen gegen Eier schlicht und ergreifend allergisch. Sollen Eier in einer Cremefüllung verwendet werden, geht es oft nur um das Volumen, das der Eischnee erzeugt. In diesem Fall kann man sich mit einer Mischung aus 2 Teelöffeln Backpulver und einem Esslöffel Wasser behelfen.

Schwieriger wird es, wenn die Eier im Teig benötigt werden, um Dichte und Festigkeit zu erzeugen. Hierfür gibt es Eiersatzprodukte. Das kommt beispielsweise in dem veganen Früchtebrot aus unserer Rezeptbox zum Einsatz. Das Ergebnis ist schön fest und dank der Feigen und Datteln gleichzeitig saftig. Allerdings sind die Erfahrungen mit Eiersatz sehr unterschiedlich. In vielen veganen Rezepten werden die Eier mittlerweile komplett weggelassen. Bei vielen klassischen Teigsorten wie Rühr- und Hefeteig ist das in der Regel gar kein Problem. Das beweisen auch die veganen Lebküchlein.

Öl statt Butter

Am einfachsten ist es, die Butter durch Margarine zu ersetzen. Gerade bei herzhaften Gerichten wie der Spargel-Quiche fällt das gar nicht auf. Auch Pflanzenöle können in jeglicher Form verwendet werden. Gerade bei süßen Rezepten, solltet ihr bei der Wahl des Öls auf den Eigengeschmack achten. Sonnenblumenöl ist am neutralsten. Für viele Obstkuchen ist Kokosnussfett eine gute Alternative, denn es gibt dem Teig tatsächlich eine exotische Note.

Milch, Joghurt und Sahne

Milchprodukte lassen sich eigentlich am einfachsten ersetzen, denn es gibt viele gute Alternativen: Sojamilch gibt es mittlerweile sogar in fast jedem Café, das etwas auf sich hält. Kokosnuss-, Mandel- oder Reismilch könnt ihr ganz nach Belieben verwenden. Bei Sahne ist es sehr ähnlich, dazu bekommt ihr auch Dinkel- oder Hafersahne. Aber auch hier solltet ihr darauf achten, dass der Eigengeschmack der Milch zu eurem Kuchen passt. Zu den Bananenkeksen aus unserer Rezeptebox passt Bananen-Soja-Milch natürlich ganz hervorragend. Wenn ihr Quark benötigt, nehmt einfach Sojajoghurt und lasst ihn in einem Sieb etwas abtropfen. Dann hat er fast die gleiche Konsistenz wie Quark.

Alternativen für Gelatine

Gelatine ist leider ein kniffliger Fall. In vielen Rezepten funktioniert das Ersatzprodukt Agar Agar sehr gut. Viele vegane Bäcker greifen auch zu Kartoffelstärke oder Maisstärkemehl. Allerdings kommt es hier sehr auf das Rezept an. Nach unserer Erfahrung kann das Resultat hier sehr unterschiedlich ausfallen und eine pauschale Patentlösung gibt es leider noch nicht. Wir sind aber weiter für euch auf der Suche!

Zusatztipp - Gemüse statt Fett: Gerade feste Kuchen könnt ihr sehr gut mit Fruchtpüree statt Fett backen. Mit Apfelmus oder Möhrenpüree wird der Kuchen dazu noch schön saftig. Die Hälfte des Butteranteils kann man damit locker ersetzen. Dazu dann noch etwas Öl geben, das man vorab unter den Gemüsebrei rührt. Aber Achtung: Das Öl hat deutlich mehr Flüssigkeit als Butter. Darum etwas weniger Öl in den Teig geben, damit er nicht zu flüssig wird.

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