Laugengebäck

Die Brezel steht für deutsche Backtradition wie kaum ein anderes Gebäck. Typisch sind der dichte Teig und die dunkle Oberfläche. Dass sich hinter der knackigen Kruste ein schlichter Hefeteig versteckt, wissen die Wenigsten. Auch die wichtigste Backzutat für das Laugengebäck ist etwas in Vergessenheit geraten.
Laugengebäck

Egal, ob als Stange, Brötchen oder Brezel, Laugengebäck geht weg wie warme Semmeln. Frisch gebacken und mit einem herzhaften Brotaufstrich ist es eine wahre Köstlichkeit. Wenn das Laugengebäck beim Bäcker eurer Wahl mal wieder ausverkauft ist, traut euch doch mal selber an diesen Klassiker. Dafür müsst ihr zunächst einen Hefeteig herstellen. Einen „Laugenteig“ gibt es nämlich gar nicht. Der Clou ist, dass die Teiglinge vor dem Backen in eine Natronlauge getaucht werden, daher auch der Name. Erst dadurch erhält das Laugengebäck seine dunkle Färbung und im Laufe des Backens den typischen Geschmack.

Backen mit Natronlauge

Natron ein chemischer Stoff, den man in Deutschland in der Apotheke erhalten kann. Es handelt sich dabei um Haushaltsnatron, das geringe Konzentrationen des Grundstoffes enthält. Das ist recht wichtig, da Natron ätzend ist und vorsichtig eingesetzt werden muss. Die Natronlauge sollte stets nach Packungsanweisung zubereitet werden. In der Regel kocht man einige Esslöffel des Natronpulvers in Wasser auf. Die Laugenteiglinge werden mit einer Schöpfkelle in die Lauge getaucht. Dort lässt man sie eine Minute ziehen. Um Gefahren auszuschließen, ist es ratsam, dabei Handschuhe und eine Brille zu tragen. Kinder haben beim Backen mit Natronlauge leider nichts in der Küche zu suchen.

Das Laugengebäck setzt man danach auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Blech. Am besten bestreicht ihr das Backpapier vorher noch mit Pflanzenöl. Noch besser ist eine Silikonmatte. Das Natron kann nämlich zu Reaktionen mit Metall führen. Bevor sie in den Backofen kommen, könnt ihr die Teiglinge noch mit grobem Salz oder Sesam bestreuen. So steht es auch in dem Rezept für Laugenbrötchen von Backlust in unserer Rezeptbox.

Herzhaftes für den Feierabend

Zu den frischen Laugenbrötchen serviert ihr am besten herzhafte Zutaten: kräftiger Käse, Räucherschinken, Tomaten-Kräuter-Quark, saure Gurken oder Röstzwiebeln. Auch etwas exotischere Beläge schmecken ganz hervorragend. Wir lieben beispielsweise Laugengebäck mit Putenaufschnitt und Ananassauerkraut. Mit einem Bier rutscht es noch besser hinunter.  ;-)
 

 

 

 

Tipp:

Laugengebäck hilft gut gegen Sodbrennen. Das liegt am verwendeten Natron, denn es wirkt im Magen neutralisierend.

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