Trüffel: scheibchenweise Luxus

Wer an Trüffel denkt, ist gedanklich ganz schnell bei einer Schokoladenpraline. Dabei ist der edle Namensvetter aus dem Wald, der Trüffelpilz, ebenfalls sehr Backofen-tauglich. Allerdings macht er sich besser in herzhaften Gerichten.
Trüffel: scheibchenweise Luxus

Trüffel sind unscheinbare Geheimniskrämer. Sie wachsen meist unterirdisch an Baumwurzeln und sind damit unsichtbar. Sie zu finden ist nicht ganz so leicht, dafür gibt es die legendären Trüffelschweine, die den Pilz an seinem intensiven Geruch erkennen. Heutzutage sind übrigens meist Trüffel-Hunde den kleinen Köstlichkeiten auf der Spur.

Was kostet Trüffel?

Die Suche ist aufwendig, was den Trüffel zu einem teuren Vergnügen macht. Nicht umsonst spricht man auch vom „Diamant der Pilze“. Der bei Gourmets so beliebte schwarze Périgord-Trüffel kostet pro Kilo bis zu 3.000 Euro. Die weißen Alba-Trüffel sollen pro Kilo schon für 6.000 Euro über die Ladentheke gegangen sein. Die Preise verändern sich aber von Jahr zu Jahr. Wenn die Ernte geringer ausgefallen ist, gehen die Kilopreise natürlich nach oben. Am günstigsten sind der Sommertrüffel mit etwa 200 bis 600 Euro pro Kilo und der Burgundertrüffel mit 500 bis 1.000 Euro pro Kilo. Da man oft nur wenige Gramm benötigt, relativieren sich die Ausgaben. Mit 40 bis 60 Euro muss man für eine Knolle aber schon rechnen.

Außen hui, innen mmmhhhh

Auf den ersten Blick würde man kaum vermuten, dass man eine Delikatesse in der Hand hält. Schwarz, knollig und bucklig sehen Trüffel aus. Aber hinter diesem wenig appetitlichen Aussehen verbirgt sich ein ganz besonderes Geschmackserlebnis, mit dem man einfachen Gerichten einen Hauch Luxus verleiht. Das Aroma des Trüffels ist sehr intensiv, darum braucht es meist nicht viele andere Zutaten. Diese besonderen Pilze kann man sehr wohl für sich alleine sprechen lassen.

Einfache Ideen für Trüffel-Genuss

In Trüffelgebieten wie der Toskana kommt der Trüffel beispielsweise auch als Pizzabelag zum Einsatz. Man kann den Pilz einfach über eine Margarita hobeln. Feiner wird es jedoch, wenn man die Tomaten weglässt und den Trüffel nur mit Käse und frischen Kräutern kombiniert. Fontina- oder Raclettekäse sind beispielsweise eine gute Wahl. Auch in einer Quiche oder in Pasteten macht sich Trüffel als kleines Highlight sehr gut. Spargel, Kartoffeln, Sellerie oder auch andere Pilze ergänzen das Trüffelaroma. Eine tolle Vorspeise sind Trüffel-Blinis. Backt dazu die Blinis aus unserer Rezeptebox als maximal 10 cm kleine Pfannküchlein aus. Belegt sie dann mit gebratenen Jakobsmuscheln und einer würzigen Mehlschwitze. Darüber hobelt ihr Parmesan und Trüffel – ein großartiger Einstieg in den Abend.


Einkaufstipp:
Gute Trüffel sind schwer zu finden, denn es sind sogar Fälschungen am Markt. Ein gutes Indiz für frische Trüffel ist der Geruch: Trüffelpilze sollten intensiv duften. Zu alte Trüffel riechen unangenehm und aufdringlich. 

Social-Media

      

Newsletter

Anmelden