Hefeteig

Der Hefeteig ist beim Backen unheimlich vielseitig. Back-Anfänger scheuen vor ihm gerne schon einmal zurück, weil er den Ruf hat, kompliziert zu sein. Zugegeben, seine Zubereitung nimmt ein wenig Zeit in Anspruch, denn der Hefeteig möchte gerne gehen, bevor er in den Backofen wandert. Und er liebt es warm. In den Alpenländern ist er auch als Germteig bekannt.

Rezept-Ideen

Hefeteig herstellen


Einen Hefeteig stellst Du in zwei Stufen her. Dieses Verfahren wird auch als indirekte Führung bezeichnet. Zuerst ist der Vorteig an der Reihe: Die Hefe vermischst Du mit lauwarmer Milch, etwas Mehr und je nach Rezept auch etwas Zucker. 
Mindestens eine Viertelstunde Zeit zum Gehen solltest Du dem Vorteig geben. Wichtig ist dabei ein warmer Standort, der frei von Zugluft ist. Ein Küchenhandtuch, das Du über die Schüssel legst, leistet hier gute Dienste. Anschließend arbeitest Du die weiteren Zutaten ein

Natürlich findest Du in unserer Rezeptebox auch das Grundrezept für Hefeteig – ebenso wie viele weitere Rezepte mit Hefeteig.

Rezept-Ideen

Tipps und Tricks rund um den Hefeteig

Bei der Herstellung von Hefeteig sind ein paar Dinge zu beachten. Mit diesen Tipps gelingt Dir ein schöner luftiger Teig.


Warum muss man den Hefeteig zweimal kneten und gehen lassen?

Es kostet Zeit, aber es lohnt sich: Kneten, gehen lassen, vor dem Formen noch einmal kneten – und dann abschließend noch einmal gehen lassen, bevor Dein Hefeteig-Gebäck den Weg in den Backofen antritt. Während der Zubereitung arbeitet der Teig mit den im Mehl und Zucker enthaltenen Kohlenhydraten und produziert Alkohol und Kohlendioxid. Letzteres lässt den Teig so wunderbar aufgehen. Zu viel Kohlendioxid im Teig ist jedoch kontraproduktiv. Deshalb solltest Du den Hefeteig schlagen, so dass das überschüssige Gas entweichen kann.


Die optimale Temperatur

Die Verarbeitung der Zutaten sollte grundsätzlich bei Zimmertemperatur stattfinden. Das bedeutet für Dich: Alle Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Die Milch darf ruhig ein wenig wärmer sein. Deshalb darfst Du sie kurz leicht erhitzen, bis sie lauwarm ist.


Warum solltest Du Hefeteig abdecken?

Zugluft ist wie Gift für den Hefeteig. Ein Geschirrhandtuch schützt davor, ist aber dennoch luftdurchlässig. Ein fest schließender Deckel auf der Schüssel eignet sich nicht.


Ab in den Kühlschrank?

Einige begeisterte Bäcker schwören darauf, den Hefeteig im Kühlschrank gehen zu lassen. Wie denn nun – sollte es nicht warm sein? Auch im Kühlschrank geht der Teig, allerdings viel langsamer. Dafür wird er besonders fein und zart. Und vor Zugluft ist er dabei auch bestens geschützt, sofern Du die Kühlschranktür geschlossen lässt. Einige Kühlschränke verfügen allerdings über eine interne Ventilation und eignen sich daher nicht für diesen Vorgang.


Hefeteig mit Trockenhefe herstellen

Trockenhefe hat gegenüber Frischhefe den Vorteil, dass sie sich etwas länger hält und Du sie nicht gekühlt aufbewahren musst. Den Inhalt des Päckchens vermischst Du mit Mehl. Anschließend fügst Du direkt die weiteren Zutaten für den Hefeteig hinzu – das Herstellen eines Vorteigs ist bei Trockenhefe nicht notwendig.


Rezepte mit Hefeteig

Hefeteig ist so wunderbar vielseitig und dabei einer der ganz belastbaren Kandidaten.  Flach ausgerollt auf dem Backblech bildet er die Grundlage für eine Vielzahl von Leckereien aus dem Backofen. Zahlreiche Obstkuchen, zum Beispiel Zwetschgenkuchen oder Apfelkuchen, setzen auf ihn. Darüber hinaus ist er fester Bestandteil von Butterkuchen, Streuselkuchen oder Mohnkuchen vom Blech.
Auch pikant geht es: Ein Pizzaboden aus Hefeteig ist immer noch am leckersten und wunderbar luftig.

Aber nur platte Kuchen – das wäre zu einfach und würde den Hefeteig unterfordern. Brötchen und viele Brote werden ebenfalls aus dem Allrounder hergestellt. Dazu gehört auch eher süßes Gebäck wie der Hefezopf, Stuten und diverse süße Teilchen.

Das Backen im Ofen ist nur eine Zubereitungsart. Als Fettgebäck wird er in heißem Fett frittiert, die  Garung über Dampf oder im Wasserbad ist ebenfalls möglich.


Frisch aus dem Tiefkühlfach - Hefeteig einfrieren

Auch wenn es einmal schnell gehen soll, kannst Du mit etwas Vorbereitung auf selbst hergestellten Hefeteig zurückgreifen. Denn Du kannst einfach eine etwas größere Menge herstellen, von der Du einen Teil einfrierst. Sofern Du an das rechtzeitige Auftauen denkst, steht dem schnellen Genuss nichts mehr im Wege. Zu beachten ist dabei aber, dass Du den Hefeteig vor dem Einfrieren nicht gehen lassen darfst. Dieser Schritt kommt erst nach dem Auftauvorgang an die Reihe. Auch beim Auftauen sollte der Teig immer abgedeckt sein.

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