Verliebt in Pfannkuchen

Pfannkuchen sind in aller Munde. Kinder lieben sie genauso wie die Erwachsenen. Rund um den Globus gibt es kaum ein Land, in dem es keine Variante der luftigen Teigfladen gibt: Ob Blini in Russland, Schmarrn in Österreich, Crêpes in Frankreich oder Palatschinken in Ungarn – schnell gemacht sind sie immer. Aber bitte, liebe Hobbybäcker, vergesst die Extraportion Liebe nicht!

Für das Grundrezept braucht man wenig: ein bis zwei Eier, 1/8 Liter Milch, 250 g Mehl und eine Prise Salz. Daraus werden dann fünf goldbraune Pfannkuchen. Die meisten Pfannkuchenbäcker schütteln die Zutaten allerdings aus dem Handgelenk. Hauptsache, es wird ein schöner, zähflüssiger Teig. Wenn der Pfannkuchen süß werden soll, gibt man noch etwas Zucker oder Vanillezucker hinein. Der Teig sollte übrigens nicht zu lange gerührt werden. Selbst wenn noch ein paar Klumpen enthalten sind, ist es besser aufzuhören. Ansonsten wird das Ergebnis deutlicher flacher als es sein sollte.

Der perfekte Pfannkuchen

Dann geht es an die Pfanne. Wer nicht nur irgendeinen Pfannkuchen servieren möchte, sondern den perfekten Pfannkuchen, sollte ein paar Dinge beachten: Die Pfanne muss zwar heiß sein, die Pfannkuchen mögen es aber nicht zu heiß. Am besten backt man bei erhöhter mittlerer Hitze. Zwischendrin darf der Herd auch leicht heruntergeschaltet werden. Wenn man die Pfanne zu häufig schüttelt, damit der Teig nicht anbrennt, kann es sein, dass er nicht so schön aufgeht. Geben Sie dem Teig lieber etwas Zeit. In einer guten und gleichmäßig gefetteten Pfanne sollte eigentlich nichts anbrennen. Wenn die Blasen im Teig anfangen zu platzen, dann ist der richtige Zeitpunkt, den Pfannkuchen zu wenden. Übrigens: In Frankreich ist es Tradition, sich beim Pfannkuchenwenden etwas zu wünschen. Dabei muss man allerdings eine Geldmünze in der anderen Hand halten.

Ideen für herzhafte Pfannkuchen

An Pfannkuchen mit Zimt und Zucker, Heidelbeeren oder Schokocreme kann vermutlich niemand vorbei gehen. Luftige Eierkuchen, wie man in Berlin sagt, sind aber auch herzhaft belegt ein leckerer Snack. Dafür lässt man einfach den Zucker weg. In Russland bestreicht man die dort heimischen Blini am liebsten mit einer Dill-Frischkäse-Creme und isst dazu geräucherten Lachs. Keine Sorge, auch für Fleischliebhaber gibt es eine geeignete Version: mit Meerrettich-Creme und Roastbeef. Ein mediterranes Mittagessen sind Pfannkuchen mit Tomaten und Avocado. Leicht griechisch wird es mit einer Blattspinat-Schafskäse-Füllung. Dafür können Sie pürierten Spinat bereits mit in den Teig geben. Dann werden die Pfannkuchen passend zur Füllung grasgrün.

Ein Teig – viele Variationen

Auch pürierte Möhren lassen sich im Pfannkuchenteig ausbacken. Abgerundet wird ein Möhren-Pfannkuchen mit gerösteten Walnüssen und gebratenen Zucchinischeiben. Eine handvoll gehackter grüner Kräuter zusammen mit geriebenem, französischem Gruyère-Käse gibt Ihrem Teig bescheidenen Luxus. Der fertige Pfannkuchen braucht dann nicht viel mehr als zerlassene Zitronen-Kräuter-Butter. Backen Sie die Pfannkuchen als Mini-Küchlein aus. Dann sind sie eine ungewöhnliche Vorspeise.

Wer etwas gehaltvollere Pfannkuchen mag, ersetzt normales Mehl durch Vollkornmehl. Auch kernige Haferflocken machen sich gut im Teig. Diese Grundlage ist ideal für herzhaft-süße Kreationen: belegt mit Banane und Currysauce oder Camembert mit Birne zum Beispiel.

Video-Tipp: Der Amerikaner Jim beweist in seinen YouTube-Videos echtes Pfannkuchen-Handwerk. Für seine Tochter Allie zaubert er regelmäßig kleine Kunstwerke aus Teig: Star Wars-Figuren in 3D, Giraffen, Dinosaurier, Flugzeuge und Brücken kommen auf den Teller des kleinen Mädchens. Bei dieser essbaren Micky Maus darf man nach Lust und Laune die Öhrchen anknabbern.

http://www.youtube.com/watch?v=1fMhvkZiFe4

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