Nichts anbrennen lassen – Backen mit Karamell

Es gibt Süßspeisen, die ohne Karamell ihren Zauber verlieren – wie der französische Klassiker mit den vielen Accents: Crème brûlée, zu Deutsch: gebrannte Creme. Auch in der Backwelt hat Karamell mehr als eine Existenzberechtigung. Aus Zucker wird durch Erhitzen eine goldgelbe Masse, die Keksen, Kuchen und Torten eine einzigartige bitter-nussig-süße Geschmacksnote verleiht.

Karamell ist eine Zauberei aus Zucker. Wenn man Chemie als Magie bezeichnen mag. Banaler formuliert: Karamell ist nichts anderes als geschmolzener Zucker und wird an der Grenze zum Verbrennen gekocht. Man unterscheidet zwischen trockenem Karamell, das beispielsweise für Pralinen und Torten genutzt wird und flüssigem Karamell, das aus einer Zucker-Wasser-Mischung besteht. 

Zucker und Fingerspitzengefühl – so gelingt Karamell
Für trockenen Karamell wird Haushaltszucker in einem Topf mit möglichst dickem Boden unter ständigem Rühren – am besten mit einem Holzlöffel – bei mittlerer Hitze geschmolzen. Wenn der Zucker flüssig ist, verfärbt er sich zunächst gelblich, erhält dann die Konsistenz von Sirup und den typisch karamellig-goldenen Ton. Den Karamell nun vorsichtig auf ein Backblech gießen und vollständig abkühlen lassen. Fertig ist die Backzutat für zum Beispiel Pistazien-Plätzchen von Community-Mitglied Simone. Noch einfacher und im Ergebnis nicht minder lecker macht es sich Clarissa mit ihrem Rezept für Macadamia-Karamell-Cookies. Karamell gelingt aber auch mit Wasser. Der Zucker kommt als dünne Schicht auf den Topfboden, wird mit Wasser bedeckt und so langsam bei mittlerer Hitze geschmolzen. Dabei wird der Zucker nicht gerührt.

Brownies mit Karamell – aber bitte mit Sahne
Brownies und Karamell sind in der Kombination so unfassbar gut, dass ihnen der ganze Absatz gewidmet ist. Der Hot-Chocolate-Brownie von Community-Mitglied Molly21 hat es uns besonders angetan. Mit Karamell-Zugabe erreicht das Kult-Dessert den kulinarischen Olymp. Dazu 200 Gramm Sahne erhitzen, 150 Gramm Zucker karamellisieren. Heiße Sahne und 2 Esslöffel Butter vorsichtig unterrühren, aufkochen und etwa fünf Minuten köcheln lassen. Abkühlen und dem Teig aus dem Rezept beimischen – bis auf 2-3 Esslöffel. Wenn die Brownies fertig und abgekühlt sind, mit dem übrigen Karamell beträufeln und für die nächsten Minuten nicht an Kalorien denken.

 

Tipp: Vorsicht, heiß! Der geschmolzene Zucker kann über 180 Grad heiß werden und spritzt schon mal gerne. Beim Zubereiten also am besten immer langärmlige Kleidung tragen.

Artikelempfehlung: Köstliche Kunstwerke - goldbraune Karamellgitter sehen spektakulär aus und sind nicht so aufwendig, wie man denkt. Lest selbst: Wenig Aufwand – viel Applaus.

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