Superfoods – gesundes Backen mit Nährstoffbomben

Superfoods „haben`s drauf“. Sie liefern viele Nähr- und Vitalstoffe, sind naturbelassen und gesund, halten lange Zeit satt, ohne dabei Kalorienbomben zu sein. Klingt vielleicht zu schön, um wahr zu sein?! Was ist also dran am Hype um die gesunden Nährstoffbomben und mit welchen Superfoods lassen sich tolle Backrezepte kreieren?

Was sind Superfoods?

Die Gesundheitswelle, die uns seit einigen Jahren erfasst hat, hält weiterhin an. Manchmal scheint es sogar, als müsse alles vegan , supergesund und möglichst 100% kalorienarm sein. Der aktuelle Hype um den Raindrop Cake – den Null-Kalorienkuchen – ist wohl ein weiteres Anzeichen dafür. Nach wie vor scheiden sich aber die Geister bei der Frage „Ist das sinnvoll oder einfach nur großer Quatsch?“.

Generell gilt es wohl, wie bei vielen Dingen im Leben ein gesundes Mittelmaß zu finden. Vor allem Allergiker und Menschen, die auf das eine oder andere Lebensmittel empfindlich reagieren, begrüßen alternative Lebensmittel wie z.B. laktosefreie Milch. Weiterhin ist es ja auch durchaus klug und weitsichtig, sich gesund zu ernähren und auf eine zu große Kalorienzufuhr zu verzichten. Und das ist bei Kuchen, Torten und Cookies natürlich genauso möglich wie beim Kochen. Doch hinter dem Verzehr von Superfoods steckt noch mehr, bei ihnen geht es in erster Linie darum, „natürliche“ Lebensmittel zu verwenden, die

  • einen merklich hohen Nährstoffgehalt haben,
  • möglichst naturbelassen sind (Bio-Produkte, Wildgewächs etc.),
  • nicht als Nahrungsergänzungsmittel dienen, sondern echte ganzheitliche und vollwertige Lebensmittel sind.

Weiterhin sollte es darum gehen, Superfoods regelmäßig und in größeren Mengen zu verwenden, sie also als echte Alternative zu herkömmlichen Lebensmitteln einzusetzen. Nur so kann ein gesundheitlich positiver Effekt erzielt werden. Die ursprüngliche Philosophie dahinter hat im Grunde eine wirkliche Ernährungsumstellung zum Ziel: hin zu alternativen gesunden nährstoffreichen Erzeugnissen. Wie „streng“ man dieser Philosophie nachkommen möchte, bleibt jedem selbst überlassen, Fakt ist, dass sich mit vielen Superfoods toll backen lässt und man dabei gar nicht immer auf „exotische“ Produkte zurückgreifen muss.

Backen mit Superfoods

Damit Superfoods dauerhaft Einzug in die Küche und den Backofen erhalten, sollten sie natürlich nicht nur gesund, sondern vor allem auch lecker sein. Denn was nützt ein Kuchen, der zwar nährstoffreich ist, aber einfach nicht schmeckt? Welche Superfoods eignen sich also zum Backen und was ersetzen sie?

Superfood „Mandeln“ (und/oder Mandelmus)

Mandeln kennen wir alle und JA, diese kleinen basischen Schalenfrüchte sind großartige Superfoods, denn sie bestehen größtenteils aus einfach ungesättigten Fettsäuren, liefern Magnesium, Calcium, Vitamin B und E, können den Cholesterinspiegel senken und wirken sich zudem positiv auf die Darmflora aus. Beim Backen mit Mandelmus sollte man aber auf jeden Fall darauf achten, dass die Qualität stimmt, dass das Mus ausschließlich aus gepressten Mandeln besteht und keine Konservierungsstoffe oder etwaige Aromen enthält. Da Mandelmus das komplette Mandelöl sowie alle wichtigen Ballaststoffe und Eiweiße der Mandel enthält, der Geschmack aber mild bleibt (aufgrund des nur geringen Anteils an Bittermandeln), eignet es sich beim Backen als hervorragende Alternative zu herkömmlichen Milchprodukten.

Superfood „Kokosblütenzucker“

Total im Trend, um herkömmlichen Haushaltszucker zu ersetzen, ist die Verwendung von Kokosblütenzucker. Aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen, soll er reich an Vitaminen, Aminosäuren und Mineralien sein und vor allem den Blutzuckerspiegel nicht derart in die Höhe treiben, wie es die raffinierte Zuckervariante tut.

Superfood „Kokosöl“

Auch Butter lässt sich ersetzen und zwar durch kaltgepresstes (Bio!-)Kokosöl. Dabei sollten 100 g Butter auf etwa 60 g Kokosöl kommen. Das Praktische an Kokosöl – im Gegensatz zu anderen Ölen – sind seine Hitzestabilität und lange Haltbarkeit. Daher ist es sowohl gut zum Braten und Kochen als auch zum Backen geeignet. Auch soll sich die Superfood-Variante zur Butter merklich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken. Zuständig dafür ist die enthaltene Laurinsäure, die nur in geringen Mengen ins Fettgewebe eingelagert wird, dafür aber zur Energiegewinnung dient und Krankheitserreger wie Grippe-, Herpes- oder Hepatitisviren zerstört.

Superfood „Chia-Samen“

Nun wird es doch ein wenig exotischer, wobei insbesondere veganen Backfans Chia-Samen schon länger ein Begriff sein werden. Diese „Super-Samen“ unterstützen die Verdauung, sind reich an Antioxidantien, Calcium, Kalium und Eisen sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Was sie im Kuchenteig sollen? Ganz einfach, sie dienen als Ei-Ersatz bzw. genau wie das Ei als Bindemittel:

Ein Ei = 1 EL Chia-Samen (mit 4 EL Wasser ca. 15 Min. quellen lassen)!

Superfood „Früchte“

Viele Früchte sind ebenfalls tolle Superfoods. Papayas und Weintrauben tragen in ihren Kernen wertvolle „Heilmittel“. So schützen Papayakerne vor bakteriellen Infektionen, helfen bei der Entgiftung der Leber und bei Magen-Darm-Beschwerden, während sich Traubenkerne insbesondere positiv auf unser Gewebe und unsere Haut auswirken.
Aber auch Beeren haben Superkräfte, sie enthalten viele Antioxidantien und wirken sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit aus. Je nach Jahreszeit und persönlichem Geschmack können das Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Heidelbeeren sein – ganz egal, „super“ sind sie alle!

Superfood „Ingwer“

Ingwer ist ein absolutes Allround-Superfood. Das wissen nicht nur diejenigen, die ihre Stimme im beruflichen Leben dringend brauchen. Beim kleinsten Anflug von Erkältung oder Heiserkeit gilt heißes Ingwerwasser als wesentlich zuverlässigere Medizin als jeder Hustensaft. Doch nicht nur das, Ingwer fördert die Konzentrationsfähigkeit und Agilität, hilft bei Kopf- und Muskelschmerzen und in Form von Öl oder Essig sogar gegen Haarausfall und Schuppenbildung. Und trotz seiner Schärfe, kann man toll mit Ingwer backen! Das gilt nicht nur für herzhafte, sondern ebenso für süße Kreationen wie dem Birnen-Walnuss-Kuchen.

Superfood „Matcha“

Der gemahlene grüne Tee aus Asien mit Namen „Matcha“ darf auf der Superfood-Liste natürlich nicht fehlen. Er enthält zahlreiche Vitamine sowie Antioxidantien und soll sowohl entzündungshemmend wirken, als auch das Immunsystem sichtlich stärken. Matcha eignet sich besonders gut zum Einfärben (grasgrün) oder Aromatisieren und verleiht so manchem Torten- oder Cupcake-Rezept das Tüpfelchen auf dem „i“!

Fazit

Mit Superfoods zu backen, ist gar nicht so kompliziert, viele „herkömmliche“ Produkte und Standard-Backzutaten lassen sich ersetzen. Inwieweit sich der Geschmack dann verändert, kommt natürlich immer auf die Art und Menge des Ersatzes an. Ebenso klar ist, dass Superfoods keine Allheilmittel sind und man nicht plötzlich unglaublich fit und gesund wird, nur weil man mit Kokosöl und Chia-Samen backt. Doch Neues auszuprobieren, schadet nicht, vor allem bei der Philosophie, die hinter Superfoods steckt und so ein grasgrüner Matcha-Kuchen hat schließlich auch etwas!

Social-Media

      

Newsletter

Anmelden