Vanille, unser duftender Liebling

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Vanille. Das Wort zergeht auf der Zunge, wie das dazugehörige Kipferl. So schön der Name, so bezaubernd sind auch die Geschichten, die sich um das eher schrumpelige Gewürz ranken.
Vanille

Eine Vanilleschote sieht nicht sehr lecker aus. Braun, dünn und runzelig. Dabei gehört sie botanisch gesehen zu den Orchideen. Die Eleganz dieser zarten Gattung findet man dafür im Geschmack wieder. Kaum ein Gewürz ist so beliebt, wie die Vanille: Eis, Pudding, Torte, Kaffee, ja sogar Suppe, Sauerkraut und Hähnchen kann man mit Vanille verfeinern. Es schmeckt immer fabelhaft, vom Duft ganz zu Schweigen.

Von Kriegern und Prinzessinnen

Die Wiege der unscheinbaren Pflanze steht in Mexiko. Ebenso wie der Kakao stand auch die Vanille bei den aztekischen Königen und Kriegern hoch im Kurs. Die Azteken hatten ein Volk namens Totonaken, deren Name so viel bedeutet wie „Leute aus dem heißen Land“, unterworfen. Die Totonaken züchteten als Erste erfolgreich Vanille und mussten einen Teil ihrer Ernte an die Azteken abgeben. Dem Mythos nach ist die Vanille übrigens aus einer getöteten totonakischen Prinzessin als Kletterpflanze hervorgegangen.


Eine Schote geht um die Welt

Es dauerte eine Weile, bis die Vanille auch in Europa bekannt wurde. Vermutlich hat Montezuma II. dem spanischen Entdecker Hernán Cortés etwas von seinem Lieblingsgetränk angeboten: einem Kakao, der mit Vanille gesüßt wurde. Lange war Vanille ein Geheimnis, das man in Spanien sehr gut hütete. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Pflanze auch in anderen europäischen Ländern bekannt. Die Franzosen brachten Stecklinge auf die Insel La Réunion. Dort wurde lange Zeit sehr erfolgreich Vanille gezogen. Daher stammt auch der Name Bourbon-Vanille. Denn damals hieß die Insel vor der ostafrikanischen Küste noch Ile Bourbon. Heute sind das benachbarte Madagaskar und Indonesien die wichtigsten Anbaugebiete.

Vanilleextrakt selber machen: Geduld & Wodka

Dank seiner Popularität ist es kein Problem mehr, Vanille zu bekommen. Doch echte Vanille ist teuer. Nach Safran ist Vanille das teuerste Gewürz. Darum gibt es mittlerweile günstige, künstliche Vanillearomen, beispielsweise in Pulverform. Aber an den natürlichen Geschmack reichen sie nicht heran. Das intensivste Aroma kommt immer noch aus der Schote. Diese muss man lediglich etwas anritzen und das Mark herauskratzen. Auch Vanilleextrakt lässt sich sehr leicht selber machen. Im Grunde muss man lediglich ein paar Schoten etwa drei Monate lang in einer Flasche Wodka ziehen lassen. Mitchie liebt erklärt in ihrem Video sehr charmant, wie das geht. Und wenn Euer selbstgemachtes Vanilleextrakt so weit ist, backt ihr damit den tollen Cheesecake to go von Joanabakessweet aus unserer Rezeptebox.

 

Zusatztipp: Wenn ihr Vanilleschoten verwendet, werft die leeren Schoten nicht weg. Legt sie einen Tag lang in eure Zuckerdose. Dann bekommt euer Zucker eine feine Vanillenote.

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